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alexberger

Veröffentlicht am 17.08.2012

Stadtentwicklung | Innovation

ex.alp: Frankreich - das älteste Land der Welt?

Im Seminar "Demography and the Perspectives of Migration" berichten Prof. Heinz Fassmann und EADS-Präsident Francois Heran über die Dynamik demographischer...
Im Seminar "Demography and the Perspectives of Migration" berichten Prof. Heinz Fassmann und EADS-Präsident Francois Heran über die Dynamik demographischer Prozesse in Europa. Die sind vor allem abnehmende Geburtenzahlen, der wachsende Antel älterer Menschen an der Gesamtbevölkerung und zunehmende Migration. Im hellen, von Tageslicht nahezu komplett erleuchteten Hauptschulhaus von Alpbach haben heute die 16 Seminare begonnen. Besonders interessant für aspern Die Seestadt Wiens ist dabei jenes zur demographischen Entwicklung Europas von Heinz Fassmann und Francois Heran. Fassmann übernahm beim heutigen Auftakt vor allem die Organisation des Vortrages. Heran, ehemals Direktor am Französischen Institut für Demographische Studien (INED) und heute Präsident des Europäischen Organisation für Bevölkerungsstudien (EAPS) erzählte vom demographischen Ausnahmefall Frankreich. Dort setzte nämlich - im Gegensatz zum europäischen Rest - bereits 1946 ein starkes Bevölkerungswachstum ein. 25 Jahre Baby-Boom waren schuld daran, dass Frankreich nicht mehr das älteste Land der Welt war, also das Land mit dem höchsten Durchschnittsalter. Heute ist das im übrigen Japan, gefolgt von Italien und Südkorea. Auch in Österreich gab es den Babyboom - aufgrund der langen Nachkriegszeit und Depression unmittelbar nach dem zweiten Weltkrieg allerdings erst ab den 1960er Jahren. Man kann aus einer Bevölkerungsstatistik also vor allem auf historische Ereignisse schließen. Doch auch für die Gegenwart ist die Demographie nicht unwesentlich: vor allem die Tatsache, dass zum Beispiel in Österreich nur 1,43 Kinder pro Frau geboren werden, ist dabei relevant. Das lässt den Migrationssaldo, also die Differenz von Zu- und Abwanderung, für Österreich immer wichtiger werden. Ungefähr 130.000 Menschen kommen pro Jahr nach Österreich, dem gegenüber stehen 95.000 Leute, die das Land verlassen - also ohne die Zuwanderung würde Österreichs Bevölkerung jährlich schrumpfen. Ein Interview mit Prof. Fassmann, in dem er auf die demographischen Entwicklungen in Österreich und Wien im Speziellen eingeht, gibts morgen.
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