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alexberger

Veröffentlicht am 18.08.2012

Stadtentwicklung | Innovation | Urban Lab

ex.alp: Demographie in Österreich. Interview mit Prof. Heinz Fassmann

Im Interview spricht Heinz Fassmann, Professor für angewandte Geographie an der Uni Wien, über demographische Gegebenheiten in Österreich. Wien erwähnt e...
Im Interview spricht Heinz Fassmann, Professor für angewandte Geographie an der Uni Wien, über demographische Gegebenheiten in Österreich. Wien erwähnt er als Ausnahmebeispiel in Österreich. Und er erklärt, wie sich die Migration auf aspern Die Seestadt Wiens auswirkt. Im Hinblick auf die Bevölkerungspyramide merkt man, dass die geburtenstarken Jahre in Österreich vorbei sind. Wie hat sich die österreichische Bevölkerung entwickelt? In Österreich waren die geburtenstärksten Jahrgänge die in den frühen 1960er Jahren, wobei die stärkste Kohorte in der Nachkriegszeit die 1963 gborenen darstellen. Dieser Anstieg hängt auch damit zusammen, dass Österreich damals ein Wirtschaftswunder erreicht hat, die ökonomische Situation sehr gut war und der zurückgestaute Optimismus nach dieser langen Nachkriegszeit sich realisieren konnte. Die Leute waren froh, genug zu Essen, eine Wohnung und einen Job zu haben und sie haben das zurückgestaute Familienleben, das sie in den Jahren nach dem Krieg nicht leben konnten, dann angefangen zu realisieren. Dieser Optimismus war hauptverantwortlich für den Babyboom in Österreich. Im Hinblick auf den von Ihnen erwähnten Babyboom - wie ist die Situation heute, wo viele der damals geborenen auf der Schwelle zum Übertritt in das Pensionssystem stehen? Das ist exakt das Problem, vor dem sich die Politik heute sieht. Die Anzahl derer, die in das Pensionsantrittsalter überwechseln übersteigt die Zahl jener, die Schule oder Universitäten verlassen und in den Arbeitsmarkt eintreten, bei weitem. Das hat zur Folge, dass wir in eine Zeit der potentiellen Arbeitskräfteknappheit kommen. Die demographische Dividende nach dem Babyboom ist also vorbei und heute müssen wir zusehen, dass wir diese Dividende zurückzahlen. Mit welchen demographischen Mitteln würde sich das realisieren lassen? Zum einen eine kompensatorische Zuwanderung, die dieses entstehende Gap ausgleichen kann und auf der anderen Seite die Anhebung der Übertrittalters in das Pensionssystem. Diese Mittel lassen sich sozialpolitisch allerdings nur schwer realisieren. Bleiben wir kurz bei der Migration: wie stark wirkt diese in Österreich und in Wien im Speziellen auf die Bevölkerungsbilanz ein? Sehr stark. Die Bevölkerungsdynamik wird fast ausschließlich aufgrund der Zuwanderung definiert. In Österreich heben sich Geburten und Sterbefälle auf. Man kann also sagen, dass das Bevölkerungswachstum zu 100% durch den Einwanderungsüberschuss bestimmt wird und ein Schrumpfen der Bevölkerung verhindert. In Österreich liegt diese Zuwanderung bei ca. 130.000 Menschen pro Jahr. Dem gegenüber steht eine Abwanderung von ungefähr 95.000 Menschen Pro Jahr. Es bleibt also ein positiver Saldo von jährlich etwa 35.000 Personen. Wien im Speziellen hat auch ein Plus an internationaler Zuwanderung, allerdings auch einen negativen Wanderungssaldo im Vergleich mit den anderen Bundesländern. Wien verliert also an Bevölkerung an das Stadtumland und gewinnt Bevölkerung aufgrund der Zuwanderung aus dem Ausland. Kann man also sagen, dass die Migration die Nachfrage nach Stadtentwicklungsprojekten wie aspern Die Seestadt Wiens bestimmt? Im Prinzip ja, allerdings ziehen die Zuwanderer aus dem Ausland meist in die inneren Bezirke. Diejenigen, die von dort an den Stadtrand ziehen sind die größten Nachfrager für Wohnungen in der Seestadt. Vielen Dank für das Interview.
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Stadtentwicklung | Innovation | Urban Lab

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Zwei der modernsten Trafostationen im gesamten Netzgebiet der Wiener Netze sind hier in Betrieb. Das Besondere daran: In ihre Entwicklung sind direkt Ergebnisse aus der Aspern Smart City Research (ASCR) eingeflossen, jenem europaweit einzigartigen Energieforschungsprojekt, das seit 2013 in der Seestadt beheimatet ist.

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© Alfred Arzt
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Die Seestadt als Pionierin der Schwammstadt

Die Seestadt setzt auf das Schwammstadt-Prinzip: Entlang der Straßen und Wege im Norden des Stadtteils fangen unterirdische Speicher Regenwasser auf. Das reduziert bei Starkregen Überflutungen, versorgt Bäume mit Wasser und schafft so ein angenehmes Mikroklima – ein nachhaltiger Beitrag zu einem lebenswerten Stadtteil. Regengärten in den Parks sorgen zusätzlich dafür, dass kostbares Regenwasser versickert, statt im Kanal zu verschwinden.

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Stadtentwicklung | leben | unternehmen | wohnen

In den Medien: Die Seestadt als internationales Vorbild klimafitter Stadtentwicklung

Ob Kreislaufwirtschaft auf der Baustelle, CO₂-neutrale Energieversorgung oder leistbarer Wohnraum: Die Seestadt hat schon etliche erfolgreiche Strategien zur klimafitten Stadtentwicklung!