Wege und Etappen
Der Modal Split klingt technisch, beschreibt aber etwas sehr Alltägliches: wie sich unsere Wege auf die Verkehrsmittel aufteilen. Ein Weg kann dabei aus mehreren Etappen bestehen. Wer zu Fuß zur Haltestelle geht, mit dem Bus fährt und das letzte Stück zum Baumarkt wieder zu Fuß geht, legt einen Weg mit drei Etappen zurück. Gezählt wird das Verkehrsmittel mit der längsten Strecke, in diesem Fall also der öffentliche Verkehr.
Die Zahlen aus der Seestadt
Für die Mobilitätserhebung haben viele Bewohner*innen ihre Wege gleichzeitig mit einer Smartphone-App aufgezeichnet. Im Schnitt legt eine Person rund 3,3 Wege pro Tag zurück. Das Ergebnis für 2024: 45 Prozent der Wege werden zu Fuß zurückgelegt, 32 Prozent mit den Öffis, 19 Prozent mit dem Auto und 4 Prozent mit dem Rad. Schaut man nur auf die Wege innerhalb der Seestadt, sind es sogar 86 Prozent zu Fuß.
Der Vergleich mit Wien
In ganz Wien liegt der Autoanteil bei 25 Prozent, in der Donaustadt bei 39 und in Niederösterreich bei 64 Prozent. Dass das Rad in der Seestadt noch wenig genutzt wird, hat auch damit zu tun, dass der Stadtteil noch wächst und es im weiteren Umkreis erst wenige Ziele gibt. Das Ziel der Seestadt lautet 40-40-20: 40 Prozent der Wege zu Fuß und mit dem Rad, 40 Prozent mit den Öffis und höchstens 20 Prozent mit dem Auto.
Quellen: Mobilitätserhebung Seestadt 2024 und 2025; Stadt Wien 2024; Mobilitätsverhalten-Bericht der Stadt Wien (Jochen Heller, 2025); Mobilität in NÖ, Ergebnisse der landesweiten Mobilitätserhebung 2018
Die ganze Videoreihe
Die fünf Videos zur Mobilität in der Seestadt entstanden in Kooperation mit dem aspern.mobil LAB, dem Mobilitätslabor der TU Wien. Alle Folgen im Überblick:
- Teil 1: Vom Flugfeld zur 15-Minuten-Stadt
- Teil 2: Modal Split
- Teil 3: Carsharing und Wahlfreiheit
- Teil 4: Sammelgaragen
- Teil 5: U2 und Öffi-Anbindung
Alle Videos gibt es auch als Playlist auf YouTube. Infos zu Öffis, Rad, Sharing und Parken stehen auf der Seite Mobilitätsinfos und -angebote.