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wien 3420 AG

Veröffentlicht am 15.10.2026

Stadtentwicklung | Mobilität | Nachhaltigkeit

Vom Flugfeld zur 15-Minuten-Stadt: das Mobilitätskonzept der Seestadt

Seit 2009 wächst im Nordosten Wiens die Seestadt, und wie man sich hier fortbewegt, war von Anfang an Teil der Planung. Teil 1 unserer Videoreihe „Mobilität in der Seestadt“ erklärt die sechs Prinzipien dahinter.
Luftbild der Seestadt mit See, Badestrand im Seepark und Hochhäusern am Ufer
© Roland Genewein

Ein Stadtteil der kurzen Wege

Wo früher Flugzeuge gestartet und gelandet sind, wohnen, arbeiten und lernen heute tausende Menschen. Auf dem ehemaligen Flugfeld entsteht eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas, fertig wird es in den 2030er-Jahren. Was viele heute 15-Minuten-Stadt nennen, wird hier gebaut: Vieles ist in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar, vom Einkaufen über die Arbeit bis zur Schule oder zum Park.

Luftbild der Seestadt mit See, Badestrand im Seepark und Hochhäusern am Ufer
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Sechs Prinzipien für den Alltag

Das Mobilitätskonzept folgt sechs Prinzipien: Öffis von Anfang an, kurze Wege, eine faire Verteilung des öffentlichen Raums, alternative Mobilitätsangebote, Mitbestimmung und Innovation. Die U-Bahn war schon da, bevor die ersten Bewohner*innen eingezogen sind. Weniger Autos an der Oberfläche schaffen Platz zum Gehen, Radfahren und für Begegnungen. Leihräder, Carsharing und ein wachsendes Öffi-Angebot machen unabhängig vom eigenen Auto.

Bewohner*innen gestalten mit, etwa bei zentralen Freiräumen, und neue Mobilitätslösungen werden direkt vor Ort erprobt. Dazu kommen klare Qualitätsvorgaben für neue Gebäude, zum Beispiel barrierefrei erreichbare Radabstellräume, und ein Mobilitätsfonds, der zusätzliche klimafreundliche Angebote möglich macht.

Messen statt schätzen

Ob das alles im Alltag funktioniert, wird laufend überprüft. Mit EVA, dem Evaluierungs- und Zielsystem der Seestadt, wird gemessen, ob die gesteckten Ziele erreicht werden. Eine laufende Mobilitätsbefragung zeigt außerdem, wohin die Seestädter*innen unterwegs sind und welche Verkehrsmittel sie nutzen. So wird die Seestadt nicht nach Bauchgefühl weitergebaut, sondern auf Basis von Daten.

Die ganze Videoreihe

Die fünf Videos zur Mobilität in der Seestadt entstanden in Kooperation mit dem aspern.mobil LAB, dem Mobilitätslabor der TU Wien. Alle Folgen im Überblick:

Alle Videos gibt es auch als Playlist auf YouTube. Infos zu Öffis, Rad, Sharing und Parken stehen auf der Seite Mobilitätsinfos und -angebote.

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