Vom Flugfeld zur 15-Minuten-Stadt: das Mobilitätskonzept der Seestadt
Ein Stadtteil der kurzen Wege
Wo früher Flugzeuge gestartet und gelandet sind, wohnen, arbeiten und lernen heute tausende Menschen. Auf dem ehemaligen Flugfeld entsteht eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas, fertig wird es in den 2030er-Jahren. Was viele heute 15-Minuten-Stadt nennen, wird hier gebaut: Vieles ist in wenigen Minuten zu Fuß erreichbar, vom Einkaufen über die Arbeit bis zur Schule oder zum Park.
Sechs Prinzipien für den Alltag
Das Mobilitätskonzept folgt sechs Prinzipien: Öffis von Anfang an, kurze Wege, eine faire Verteilung des öffentlichen Raums, alternative Mobilitätsangebote, Mitbestimmung und Innovation. Die U-Bahn war schon da, bevor die ersten Bewohner*innen eingezogen sind. Weniger Autos an der Oberfläche schaffen Platz zum Gehen, Radfahren und für Begegnungen. Leihräder, Carsharing und ein wachsendes Öffi-Angebot machen unabhängig vom eigenen Auto.
Bewohner*innen gestalten mit, etwa bei zentralen Freiräumen, und neue Mobilitätslösungen werden direkt vor Ort erprobt. Dazu kommen klare Qualitätsvorgaben für neue Gebäude, zum Beispiel barrierefrei erreichbare Radabstellräume, und ein Mobilitätsfonds, der zusätzliche klimafreundliche Angebote möglich macht.
Messen statt schätzen
Ob das alles im Alltag funktioniert, wird laufend überprüft. Mit EVA, dem Evaluierungs- und Zielsystem der Seestadt, wird gemessen, ob die gesteckten Ziele erreicht werden. Eine laufende Mobilitätsbefragung zeigt außerdem, wohin die Seestädter*innen unterwegs sind und welche Verkehrsmittel sie nutzen. So wird die Seestadt nicht nach Bauchgefühl weitergebaut, sondern auf Basis von Daten.
Die ganze Videoreihe
Die fünf Videos zur Mobilität in der Seestadt entstanden in Kooperation mit dem aspern.mobil LAB, dem Mobilitätslabor der TU Wien. Alle Folgen im Überblick:
- Teil 1: Vom Flugfeld zur 15-Minuten-Stadt
- Teil 2: Modal Split
- Teil 3: Carsharing und Wahlfreiheit
- Teil 4: Sammelgaragen
- Teil 5: U2 und Öffi-Anbindung
Alle Videos gibt es auch als Playlist auf YouTube. Infos zu Öffis, Rad, Sharing und Parken stehen auf der Seite Mobilitätsinfos und -angebote.