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wien 3420 AG

Veröffentlicht am 07.10.2026

Stadtentwicklung | Nachhaltigkeit

Österreichs größtes Berufsschulgebäude wächst klimafreundlich

2 Minuten
Ab September 2028 werden in der neuen Zentralberufsschule in der Seestadt bis zu 7.500 Berufsschüler*innen im Jahr ausgebildet. Schon beim Bau kommt dort erstmals in großem Stil ein Zement zum Einsatz, der deutlich weniger CO₂ verursacht. Später sorgt Erdwärme fürs Heizen und Kühlen.
Visualisierung der Zentralberufsschule: helle Gebäude mit Lamellenfassade, davor ein Platz mit Sitzstufen und Birken
© Kronaus Mitterer Architekten/ janousekhavlicek.cz

Lernen wie im Berufsalltag

Seit dem Spatenstich im April 2025 wächst an der Edith-Piaf-Straße im Pionierquartier Österreichs größtes Berufsschulgebäude. Acht Wiener Berufsschulen ziehen hier 2028 unter ein Dach. Gelernt wird nah an der Praxis, in Werkstätten und Übungsgeschäften, die dem Berufsalltag nachempfunden sind.

Rohbau der Zentralberufsschule mit Gerüsten und zwei gelben Baukränen vor blauem Himmel
© BDÖ/ Stefan Seelig

Zement mit weniger Klinker

Ein Gebäude verursacht CO₂, lange bevor die erste Heizung läuft. Ein großer Teil davon steckt im Beton, vor allem im Zement, der ihn zusammenhält. Für die Zentralberufsschule wird deshalb ein Zement der Type CEM II/C verwendet. Er enthält nur rund 50 bis 64 Prozent Klinker, also deutlich weniger von jenem gebrannten Grundstoff, bei dessen Herstellung das meiste CO₂ entsteht.

Bis Ende Juli 2026 wurden so laut den ausführenden Firmen PORR und Apleona bereits rund 5.000 Tonnen CO₂ eingespart. Gegenüber dem Vergleichsbeton der Österreichischen Bautechnik Vereinigung entspricht das einem Minus von 58 Prozent. Wie wichtig die Emissionen beim Bauen sind, zeigt auch der Seestädter Gebäudestandard aspern klimafit, in dem die „CO₂-reduzierte Gebäudeerrichtung“ ein eigenes Kriterium ist.

Erdwärme für Winter und Sommer

Im Betrieb kommt das Gebäude dann weitgehend ohne fossile Energie aus. Rund 140 Erdwärmesonden nutzen den Untergrund, um im Winter zu heizen und im Sommer zu kühlen. Dazu erzeugen Photovoltaikanlagen auf den Dächern einen Teil des Stroms selbst.

Zur Presseaussendung von Beton Dialog Österreich

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© Wien 3420 aspern Development AG / Visualisierungen: K18.pictures; 2026
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