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Veröffentlicht am 10.05.2024

Unternehmen | Innovation

„Office-Immobilien müssen Teamspieler sein.“

Martin Hesik, Sales Manager der Entwicklungsgesellschaft Wien 3420 aspern, erklärt, was Bürostandorte heute können müssen und welche Vorzüge der Office-Standort Seestadt hat.
Portraitfoto Martin Hesik
© Luiza Puiu

Martin Hesik, Sales Manager der Entwicklungsgesellschaft Wien 3420 aspern, erklärt, was Bürostandorte heute können müssen und welche Vorzüge der Office-Standort Seestadt hat.

Herr Hesik, worauf sollten Unternehmen bei der Standortwahl heutzutage besonders achten?

Zwei Faktoren sind für Mitarbeiter:innen ganz oben auf der Wunschliste, wenn es um ein neues Büro geht: die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln und die Nahversorgung. Damit ist nicht nur der Bäcker um die Ecke gemeint, sondern es muss das arbeitsnahe Freizeit-und Lifestyleangebot passen. Dazu zählen Geschäfte und Lokale für den Mittags-Lunch genauso wie Gesundheitseinrichtungen und After- Work-Angebote wie Fitnessstudios, Yogastudios usw. Im Standortwettbewerb werden jene gewinnen, die das beste Gesamtpackage anbieten. Es zählt also nicht nur die Firma selbst und das eigene Gebäude, vielmehr auch die Umgebung, das Viertel rundherum.

Welche Anforderungen muss ein modernes Büro heute erfüllen und inwiefern haben sich diese in den letzten Jahren verändert?

Unternehmen müssen heute mehr bieten als gute Bezahlung, flexible Arbeitszeiten und interessante Tätigkeiten, um die besten Bewerber:innen zu bekommen. Die bestmögliche Verknüpfung von Arbeit und Freizeit ist gefragt. Wir nehmen daher verstärkt wahr, dass im Büro-und Dienstleistungsbereich die Dominanz harter Standortfaktoren endgültig aufgehoben ist. Vielmehr scheinen weiche Standortfaktoren zu den bestimmenden Kriterien zu werden. Sowohl Unternehmer*innen als auch Belegschaft wollen einen Arbeitsort mit Flair, Atmosphäre und Aufenthaltsqualitäten. Oder anders gesagt, alle wollen Büros, die Teamspieler sind -sich also perfekt an den Anforderungen des Teams orientieren.

Welche Vorteile bietet der Standort Seestadt in puncto Infrastruktur?

Die Seestadt ist das neue regionale Zentrum im Nordosten Wiens. Wir punkten mit einer hervorragenden öffentlichen Anbindung durch die U-Bahn, Schnellbahn und im Endausbau mit zwei Straßenbahnen und acht Buslinien. Aber nicht nur die Verkehrsinfrastruktur ist außergewöhnlich, auch Gesundheit, Kultur, Bildung und Shopping kommen nicht zu kurz und sind für den gesamten 22. Bezirk relevant. Das Gesundheitszentrum NOA22 oder die Kulturgarage sind dafür gute Beispiele. Große Projekte sind zudem in Planung: Die Gastronomiemeile am See, der Shopping-Boulevard im Norden oder die Zentralberufsschule. Nicht zu vergessen ist natürlich unser Herz – der See und der 10 Hektar große Naherholungsraum direkt vor der Haustür. Wo sonst kann man sich am Weg von der U-Bahn zum Büro mit einem Sprung ins kühle Nass erfrischen?

Welche Zielgruppe sprechen die Gewerbeimmobilien in aspern Seestadt an?

Zu uns kommen Unternehmen, die einen modernen und nachhaltigen Bürostandort mit bester öffentlicher Anbindung suchen. Außerdem punkten wir mit der einmaligen Kombination aus urbanem Flair, Angeboten von der sozialen Infrastruktur bis zur Naherholung. Am wichtigsten ist aber vielleicht: Wir sprechen Firmen an, die den Spirit eines Pionierstandorts, den Aufbruch und die Nähe zu Gleichgesinnten suchen. Bestes Beispiel dafür ist sicher das Technologiezentrum Seestadt. Für junge Technik- oder Forschungsunternehmen ist die Seestadt interessant, weil sie hier Vernetzungs- und Synergiemöglichkeiten zu ähnlichen Branchen finden. Spezialimmobilien wie der Gewerbehof Seestadt bieten aber auch Kreativen und Handwerksbetrieben ein perfektes Biotop fürs Entwickeln. In der Seestadt lässt es sich herrlich mit dem Stadtteil mitwachsen, hier entstehen stets neue Projekte, Möglichkeiten und Andockpunkte für die eigene unternehmerische Weiterentwicklung.

Können Sie uns einen Einblick in die derzeitige Auslastung geben?

In den Erdgeschoßzonen haben wir auch außerhalb der gemanagten Einkaufsstraße einen sehr hohen Vermietungsstand zu verzeichnen. Die 20.000 m2 der sogenannten Sockelzonen-Flächen sind fast vollständig belegt. Betrachtet man alle gewerblichen Mietflächen, dies sind dann über 80.000 m2, sind zurzeit etwas mehr als 80 Prozent vermietet. Im Seeparkquartier, unserem jüngsten durchmischten Büroviertel, sind aktuell noch einige Großflächen am Markt. Für einen jungen Business-und Bürostandort sehen wir dies in einer guten Range.

Welche Nachbarschaft werden künftige Büromieter*innen vorfinden?

Es wird jedenfalls eine immer buntere Nachbarschaft sein. Bunt im Sinne von vielfältig. Das betrifft die Unternehmen vor Ort -von Start-ups bis internationale Firmen - aber auch die Gastro und das Shopping-Angebot. In wenigen Jahren entsteht die Gastromeile am See mit 1.600 m2 Lokalflächen. Wir erwarten im Endausbau zehn bis zwölf Gastronomiebetriebe, die an der Promenade auch Gastgärten haben werden. Unser Sommerhighlight übrigens schon jetzt: Wiens berühmtes Eis am Schwedenplatz kommt aus der gläsernen Manufaktur in der Seestadt, direkt neben dem Büroviertel - frischer lässt sich nirgends eine der bekanntesten Eisspezialitäten Wiens genießen. Ganz aktuell erhält das Seeparkquartier seinen letzten Schliff. Die baulichen Maßnahmen werden abgeschlossen, ein Supermarkt zieht ein, und noch heuer werden neben der eben eröffneten "Dönerista" noch zwei weitere Gastro-Lokale und weitere Retail-Partner aufsperren.

Bis Sommer 2024 soll in aspern Seestadt der erste Robin-Büro-Gebäudekomplex entstehen. Können Sie diesen näher beschreiben?

Robin ist das neueste, visionärste und wahrscheinlich nachhaltigste Büroprojekt in der Seestadt. Das Gebäude kommt ganz ohne Gas und Fernwärme aus, benötigt keine Heizung, kühlt klimaneutral und wird somit CO2-neutral betrieben. Bei Robin werden bewährte, traditionelle Baustoffe mit modernsten Technologien kombiniert. Massive Außenwände aus Ziegel, dreifach verglaste Holzfenster und moderne Sensortechnologie sorgen für optimale Temperaturen und hohe Luftqualität. Dieses Gebäudekonzept wird in der Seestadt erstmals realisiert und soll künftig auch an weiteren Standorten für ganzheitlich-nachhaltige Arbeitsräume zum Einsatz kommen. Robin passt hervorragend zur DNA der Seestadt. Projekte, die neue Lösungen für zukünftige Wohn- und Arbeitswelten erproben, sind mehr als willkommen.

Gewähren Sie uns einen Blick in die Zukunft: Wie wird sich die Seestadt Ihrer Einschätzung nach bis 2030 entwickelt haben?

Rund um das Jahr 2030 biegen wir in die Zielgerade der Fertigstellung des Stadtteils. Wir werden vermutlich an der Marke von 20.000 Einwohner*innen kratzen. Im Norden geht es in dieser Zeit an die Umsetzung des letzten großen Büroclusters rund um den Verkehrsknoten Aspern Nord. Die soziale Infrastruktur wird in den nächsten Jahren laufend mitwachsen. 2030 werden wir einen weiteren Bildungscampus, neue Kindergärten und das Berufsschulzentrum vor Ort haben. Der Shopping-Boulevard bekommt sein finales Kleid und die Gastronomiemeile am See mit dem nördlichen Verkehrsknoten verbinden. Wie bei einem Schneeballeffekt sehen wir viele der regionalen Zentrumsfunktionen der Seestadt gerade im letzten Drittel des Ausbaus noch mal besonders Fahrt aufnehmen. Aber nicht nur durch die Seestadt selbst, sondern auch durch die Entwicklungsprojekte rundum, steigt das Kaufkraft-und Nachfragepotenzial. Das heißt für Unternehmen: Hier im Norden von Wien entstehen neue Märkte. Bis 2030 werden im Umkreis der Seestadt rund
60.000 Menschen mehr als heute wohnen.

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