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hannahschifko

Veröffentlicht am 31.08.2012

Stadtentwicklung | Innovation | Nachhaltigkeit

ex.alp: Let's talk about Streetwork

Die Baukulturgespräche sind eröffnet. Abseits von Panelgästen sprach aspern Seestadt mit Wolfgang, der in Graz als Streetworker arbeitet.

Wenn man eine...
Die Baukulturgespräche sind eröffnet. Abseits von Panelgästen sprach aspern Seestadt mit Wolfgang, der in Graz als Streetworker arbeitet. Wenn man einen Stadtteil plant denkt man viel an alte Leute, an Gewerbe, das sich ansiedeln möchte aber oft nicht an die Jugendlichen. Worauf muss man achten, wenn man jungen Menschen einen guten Lebensraum bieten will? Ich glaub es ist ganz wichtig, jungen Leuten genug Platz zu geben. Und diesen Platz auch zu respektieren. Damit meine ich allerdings nicht nur Parks oder Spielplätze wo man die Jugend hinsetzen wird, sondern ganz bewusst den öffentlichen Raum der Jugend zu Verfügung zu stellen. Egal ob das jetzt eine Bushaltestelle ist, oder in Graz der Jakominiplatz oder der Hauptplatz. Das ist eigentlich komplett egal, ich finde man muss einfach der Jugend die Möglichkeit geben sich dort zu erproben und sich mit der Gesellschaft auseinandersetzen zu können. Wenn man jetzt das Beispiel Graz hernimmt. Dort verfolgen vor allem Wirtschaft und Tourismus ihre Interessen und schränken den Freiraum insofern massiv ein. Wie kann man das verhindern? Sicher nicht mit einem Bettel- oder Alkoholverbot. Verbote bewirken nämlich genau das Gegenteil. Prinzipiell schafft das großen Unmut, vor allem unter den Jugendlichen. Verhindern kann man das denke ich dadurch, indem man die Toleranz von der Gesellschaft fordert, damit sie Jugendliche auch als Teil akzeptieren. Dass diese eben auch ihren Raum brauchen. Für mich geht wirklich die Pluralität vor. Wäre es eine gute Möglichkeit Diversität in den Straßen herzustellen? Keine Einkaufsstraßen, sondern eben öffentliche Plätze ohne Konsumzwang, Gewerbe, Cafès etc... Wenn einem das gelingt, dann ist es perfekt.Plätze ohen Konsumzwang sind essentiell. Inwiefern sollte man also beim Planen eines Stadtteils schauen, dass es zu einem Austausch der Generationen kommt? Theoretisch ist das sicherlich sehr wichtig. In der Realität sieht es allerdings oft anders aus. Ich finde es ist wichtig, nicht nur auf seiner eigenen Meinung zu beharren. Sondern auch mal nachzugeben. Wir versuchen in unserer täglichen Arbeit mit den Jugendlichen, diese andere Perspektive zu zeigen und einen Zugang zu ermöglichen. Damit auch die Jungen Kompromisse eingehen wollen.      
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