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stadt.schreiben

Veröffentlicht am 23.10.2011

leben | Nachbarschaft

stadt.schreiben: Beziehungen zwischen abwesenden anderen (HM)



Leben wir etwa in einer ästhetischen Halluzination des Realen fragt Baudrillard und jemand antwortet: Das Reale wird doch schon längst durch lauter Zei...
stadt.schreiben: Beziehungen zwischen abwesenden anderen (HM)
Leben wir etwa in einer ästhetischen Halluzination des Realen fragt Baudrillard und jemand antwortet: Das Reale wird doch schon längst durch lauter Zeichen des Realen substituiert. Ich bin mir dessen bewusst und auch, dass ein Satz wie dieser über meinem Text stehen könnte. Vielleicht sogar über meinem Leben. Was geschieht denn mit einer Idee zu einer neuen Stadt, die mir in der trauten Atmosphäre meines Zuhauses gekommen ist, während ich dorthin gehe, wo diese Stadt tatsächlich entstehen soll? Wieso schreibe ich hier darüber, wo doch gar nie jemand anderer wohnen wird? Wieso lesen Sie hier und nicht an den Wänden der noch nicht errichteten Gebäude? Ich trage meine Idee jedes Mal mit mir und immer stellt sie sich, wenn ich ankomme, als nicht mehr dieselbe heraus, wie die, mit der ich aufgebrochen bin. Ich habe es mit der U-Bahn, dem Auto, ich habe es sogar zu Fuß probiert, die Idee war, sobald ich das Areal der Baustelle betreten habe, eine andere. Es gab eine Zeit, in der war jede Tätigkeit mit einem bestimmten Ort verknüpft, gehörte irgendwohin, Raum war mit einem Ort verbunden, hatte sozusagen eine Adresse. Heute erfährt der Schauplatz Einflüsse, die aus Vorgängen resultieren, die sich ganz woanders abspielen. Die Ideen werden von zu Hause mitgebracht, die Häuser entstehen auf dem Zeichentisch, ich selbst komme nicht als der, der zu Hause weggegangen ist, an mein Ziel. Das Leben spielt sich im Kopf ab. Ich muss an Landkarten denken und daran, dass sich die Natur einem geänderten Eintrag zwangsweise fügt. Zumindest insofern als Straßen der Natur zuzurechnen sind. Orte, die nicht aufscheinen, gibt es nicht, Orte die lediglich falsch eingezeichnet sind, fristen ein Dasein als Wohnort der Benachteiligten. Ehe eine Siedlung nicht Eingang in den Großteil des geographischen Materials gefunden hat, kann sie noch nicht als vollständig vorhanden bezeichnet werden. In dieser jungfräulichen Phase ist sie die bevorzugte Adresse von Menschen, die es aus verschiedenen Gründen vorziehen, unterzutauchen. Nur so ist es zu erklären, dass eine Siedlung gleichzeitig nahe am Zentrum und draußen in der Natur sein kann. (Textbeitrag: Hanno Millesi) stadt.schreiben aspern Seestadt PUBLIK initiiert seit Frühjahr 2011 einen kulturellen Dialog rund um die Entwicklung des neuen Stadtteils aspern Die Seestadt Wiens. Im Rahmen des Dialoges erteilte aspern Seestadt PUBLIK den AutorInnen Thomas Ballhausen, Andrea Grill und Hanno Millesi den Auftrag, sich mit Geschichte, Gegenwart und geplanter Entwicklung des historisch vielfach aufgeladenen Stadtteils literarisch auseinander zu setzen. Kooperationspartner des Experiments: das Literaturhaus Wien. „Die Beteiligten werden am Ende des Projektes einen Text zur Verfügung stellen, der in der Begegnung und Auseinandersetzung mit der städteplanerischen Entwicklung entstehen soll: ‚stadt.schreiberInnen’ begleiten die ‚Stadtwerdung’“, so Robert Huez vom Literaturhaus Wien.
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Platz in der Seestadt mit Bäumen und Passanten, die durch das Bild gehen.
© Daniel Hawelka
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Pionierinnen-Grätzltour in aspern Seestadt

Der Frühling ist von Veränderung und Neubeginn geprägt. Unter diesem Motto steht auch unsere Grätzltour: Mit einem Blick auf die Leistungen von Pionierinnen und die Neuanfänge in ihren Biografien spazieren wir gemeinsam durch die Seestadt.

Gruppenbild des neuen Stadtteilmanagement-Teams
© Livia Heinl
Stadtentwicklung | leben | Nachbarschaft

Das neue Stadtteilmanagement stellt sich vor

Im Jänner 2026 ist ein neues Team in das Stadtteilmanagement-Büro eingezogen und mitten in der Seestadt angekommen.

Zwei junge Männer stehen lächelnd in einem modernen, hellen Restaurant und halten Take-away-Bowls in den Händen. Im Hintergrund ist eine lange Theke mit frischen Zutaten sowie Gäste, die an Tischen sitzen.
© Luiza Puiu
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Kulinarisches Angebot in aspern Seestadt wächst weiter

Mit Kenny’s, Vegan Kiss und Ciao Ragazzi erweitern ganz unterschiedliche Konzepte die gastronomische Vielfalt im Stadtteil

Bild der winterlichen Seestadt von Süden aus mit Fokus auf den zugefrorenen See.
© Wien 3420 AG
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Eis am See: Warum Vorsicht lebenswichtig ist

Der zugefrorene See in der Seestadt wirkt im Winter oft idyllisch – und täuscht dabei eine vermeintliche Sicherheit vor. Trotz anhaltender Minusgrade ist das Eis nicht überall tragfähig.

Menschen halten ein großes Plakat
© STM
leben

Rückblick auf 12 Jahre Stadtteilmanagement Seestadt aspern

Zwölf Jahre Stadtteilmanagement – ein Abschied mit Dankbarkeit. Seit zwölf Jahren begleitet unser Team, bestehend aus Mitarbeiter*innen der Caritas Stadtteilarbeit, PlanSinn und ABZ*austria die Entwicklung der Seestadt: von den ersten Baustellen bis hin zu einem lebendigen, vielfältigen Grätzl, das heute von Zusammenhalt und aktiver Nachbarschaft geprägt ist.

Menschen stehen im Freien und schneiden ein rotes Band durch
© Luiza Puiu
leben

Sommer auf der Nachbarschafts-Terrasse am Pier

Der Sommer in der Seestadt hat viele schöne Seiten – eine davon ist ganz sicher die Nachbarschafts-Terrasse am Pier.

Eine Frau schaut aus dem Fenster
© Luiza Puiu
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Mutig sein beim MitMoch!

Seien Sie dabei beim MitMoch und lernen Sie Neues kennen.

Menschen zu Fuß und mit Rad fahren vor einer urbanen Skyline der Seestadt mit direkter U-Bahn Anbindung
© Daniel Hawelka
besuchen | leben | Mobilität

Seestadt optimal vernetzt

Nachhaltig mobil, bestens verbunden – in der Seestadt greifen alle Elemente moderner Mobilität ineinander. U-Bahn, Schnellbahn, Straßenbahn und Buslinien verbinden direkt mit dem Wiener Zentrum und der Region, Rad- und Fußwege erleichtern kurze Wege im Alltag. Für den Autoverkehr gibt es zentrale Stellflächen, die das Mobilitätskonzept ergänzen.

Mann liegt auf einer Wiese und hält ein Mädchen auf seinen Händen
© Luiza Puiu
leben | wohnen | Nachbarschaft

Leben in der Seestadt – wohnen, arbeiten, wohlfühlen

Die Seestadt verbindet modernes Wohnen mit viel Freiraum, guter Infrastruktur und einer aktiven Nachbarschaft. Hier entsteht ein Stadtteil, in dem Alltag und Lebensqualität ineinandergreifen.

Erste gemanagte Einkaufsstraße Österreichs
© Luiza Puiu
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Nahversorgung neu gedacht: Österreichs erste gemanagte Einkaufsstraße

aspern shopping zeigt, wie moderne Nahversorgung funktioniert: Österreichs erste gemanagte Einkaufsstraße macht die Seestadt zu einem lebendigen Zentrum für Einkaufen, Genuss und Begegnung.