Interaktive Karte

Autor*in

Plansinn

Veröffentlicht am 03.09.2011

Stadtentwicklung | Innovation

ex.alp: Vassilakou und Ludwig: Wir ziehen in aspern an einem Strang!

Im Gespräch mit ex.alp betonen Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und Wohnbaustadtrat Michael Ludwig die Bedeutung des größten Stadtentwicklungsprojekt...
ex.alp: Vassilakou und Ludwig: Wir ziehen in aspern an einem Strang!
Im Gespräch mit ex.alp betonen Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und Wohnbaustadtrat Michael Ludwig die Bedeutung des größten Stadtentwicklungsprojekts Wiens als Vorbild in Sachen Nachhaltigkeit. Beide heben die Bedeutung des Quartiersmanagements hervor: „Wir haben in Wien eine lange Tradition und gute Erfahrungen aus dem Bereich der Gebietsbetreuungen und der Wohnpartner... Wir wollen einen besonderen Schwerpunkt auf das Management der Schnittstelle zwischen HauseigentümerInnen, Wirtschaftstreibenden und Bevölkerung setzen und dabei auf die Erfahrungen der Gebietsbetreuungen und der Wohnpartner aufbauen“, so Stadtrat Ludwig. Zu einer begleitenden Evaluierung äußert sich Vizebürgermeisterin Vassilakou sehr positiv: „Es ist eine hervorragende Idee die gesamte Quartiersentwicklung wissenschaftlich zu begleiten und Ergebnisse für die Zukunft zu gewinnen. aspern soll auch dafür ein Musterbeispiel werden“. Im Rahmen der Expedition Alpbach hat das Forschungsteam etwa 30 Gespräche mit verschiedenen ExpertInnen zu relevanten Trends und Entwicklungen rund um das Thema Stadt, Umwelt und Gesellschaft geführt. Im Gespräch mit den beiden Wiener StadtpolitikerInnen wurden einige dieser Anregungen zur Diskussion gestellt, etwa Gemeinwohlökonomie als Modell für ökonomische Nachhaltigkeit in aspern Seestadt. „Wir wollen dieses sehr ambitionierte Ziel erreichen und sind mit einer Reihe von Unternehmen im Gespräch, die mit energieschonenden Technologien oder ambient assisted living zu tun haben – was immer dazu beitragt, das Leben von Menschen unmittelbar besser zu gestalten“, so Vassilakou. Das Generalthema des heurigen Europäischen Forum Alpbach lautete Gerechtigkeit. Daher die Frage an Michael Ludwig wie die aktuelle Wohnbaupolitik in Wien zu einer gerechten Stadt beiträgt. „Möglichst alle Menschen in Wien sollen sich qualitätsvollen Wohnraum leisten können. In aspern Seestadt wird es daher einen spannenden Mix verschiedener Eigentumsstrukturen und Miethöhen geben, der eine gute soziale Durchmischung sicherstellt.“ Bei den Gesundheitsgesprächen war das zentrale Thema die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen vor allem im städtischen Umfeld. Beiden PolitikerInnen ist dies selbstverständlich ein großes Anliegen. Maria Vassilakou verweist auf die Potentiale urbaner Landwirtschaft und die Möglichkeiten einer qualitätsvollen Versorgung mit Lebensmitteln, die in und um aspern Seestadt produziert werden. „Vieles, was momentan Schaugrün ist, wird vielleicht durch Gemüsebeete ersetzt werden, wir sehen den unaufhaltsamen Trend in Städten einen großen Teil des Gemüsebedarfs vor Ort selbst zu produzieren." Aus der Sicht von Michael Ludwig geht es bei der Gesundheit der jungen Menschen um eine gute Versorgung mit Freiraum, Freizeit- und Sportangeboten, auf die in aspern Seestadt ja auch besonders Wert gelegt wird. Aus Brüssel wird berichtet, dass große Technologiekonzerne an integrierten Gesamtlösungen für die Infrastrukturversorgung ganzer Städte oder Stadtteile arbeiten. Solche Systeme umfassen Leistungen in den Bereichen Energie, IKT, Mobilität, Wassermanagement und mehr. Für Vassilakou und Ludwig ist klar, dass aspern Die Seestadt Wiens nach bestmöglichen und innovativen Technologien strebt. Dabei stehen aber immer die Menschen und ihre Bedürfnisse im Vordergrund. Und es darf zu keinen einseitigen Abhängigkeiten von Versorgern kommen. Grundsätzlich bieten die Partnerschaften mit der Wirtschaft in diesem Bereich große Chancen für nachhaltige Lösungen und auch für neue Finanzierungsmodelle. Ausländische ExpertInnen waren mitunter überrascht, dass in Wien die Ressorts Wohnen und Stadtentwicklung nicht in einer Hand liegen. Beide PolitikerInnen betonen, dass sie in aspern Seestadt an einem Strang ziehen und für integrierte Lösungen stehen. > Interview mit Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou und Wohnbaustadtrat Michael Ludwig in Alpbach.
# Ähnliche Stories
Jugendliche sitzen in einem Halbkreis und blicken auf eine Person, die eine Erklärtafel in den Händen hält
© Boban Ilievski
leben | Stadtentwicklung

Jugendliche erkunden bei der Seestadt-Challenge die Stadt der Zukunft

Wie funktioniert eine Stadt der kurzen Wege? Was macht die Seestadt besonders lebenswert? Und was bedeutet eigentlich das Schwammstadtprinzip? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich drei Schulklassen aus der Seestadt und der Umgebung bei der Seestadt-Challenge kurz vor den Sommerferien.

Nelson-Mandela-Platz: klimafitte Drehscheibe im Nordosten Wiens
Stadtentwicklung | Mobilität | Nachhaltigkeit | öffentlicher Raum

Nelson-Mandela-Platz: klimafitte Drehscheibe im Nordosten Wiens

Der neue Nelson-Mandela-Platz am Bahnhof Aspern Nord ist einer der Orte, an denen man die Seestadt geradezu „beim Werden“ zuschauen kann. Wo vor wenigen Jahren noch Baustelle war, ist ein Platz entstanden, der Verkehrsknoten, Treffpunkt und Klimabaustein in einem ist – und damit ein wichtiges Tor zur Seestadt.

Das Seestädter, LIL-Y am See und PIER05 prägen die Seestädter Waterfront. Der Baubeginn von „LIL-Y am See“ erfolgte im April 2026. „PIER05“ und „Das Seestädter“ folgen in den nächsten Monaten.
© Wien 3420 aspern Development AG / Visualisierungen: K18.pictures; 2026
Stadtentwicklung

Neue Einblicke: So wird die Waterfront der Seestadt

Im Quartier Seeterrassen wächst in den kommenden Jahren ein neuer zentraler Ort der Seestadt. Aktuelle Visualisierungen zeigen erstmals, wie sich die zukünftige Waterfront mit Promenade, Gastronomie, Wohnraum und Arbeitsplätzen zu einem lebendigen Treffpunkt am Wasser entwickeln wird.

Bohranlage von oben
© deeep/Johannes Zinner
Stadtentwicklung | Innovation | Nachhaltigkeit

Mehr drin als gedacht: Geothermie-Potenzial unter der Seestadt

Unter der Seestadt schlummert klimaneutrale Wärme – und sie lässt sich besser nutzen als gedacht. Das Geothermieprojekt von Wien Energie und OMV hat seine Testphase erfolgreich abgeschlossen und ein deutlich größeres Potenzial aufgezeigt, als zunächst angenommen.

Moderne Wartehäuschen
© Schuberth und Schuberth / levgenii Kalinovych
Stadtentwicklung | öffentlicher Raum | Naherholung

Architekturauszeichnung für die Stationsdächer am Nelson-Mandela-Platz

Die Stationsdächer am neuen Nelson-Mandela-Platz in der Seestadt wurden von der Stadt Wien im Rahmen der Architekturauszeichnung „gebaut 2025“ prämiert. Die Auszeichnung würdigt qualitätsvolle Architektur im Stadtraum und unterstreicht den hohen Anspruch, mit dem Infrastruktur in der Seestadt geplant und realisiert wird.

Gruppenfoto von sechs Männern vor dem Stadtmodell der Seestadt. Im Mittelpunkt steht der Austausch zu nachhaltiger Stadtentwicklung, Digitalisierung und Smart-City-Lösungen.
© Bayerisches Staatsministerium für Digitales
Stadtentwicklung | Innovation

Ein Bayer in der Seestadt: Digitalminister Mehring zu Gast

Anfang Juni machte der Bayerische Staatsminister für Digitales, Fabian Mehring, auf seiner Wien-Reise Station in der Seestadt. Die Delegation aus dem Freistaat wollte sehen, wie der Stadtteil im Nordosten Wiens Stadtentwicklung und Digitalisierung im Alltag verbindet.

SeestadtForum 2026
Stadtentwicklung | leben | Baustelleninfos

SeestadtForum 2026

Wie entwickelt sich die Seestadt weiter? Wo entstehen neue Wohn- und Arbeitsräume? Wie werden öffentliche Plätze gestaltet? Und welche Veranstaltungen und Projekte stehen in der Nachbarschaft an? Antworten zu diesen und weiteren Fragen gibt es beim SeestadtForum am 02. Juni in den Räumen für Nachbarschaft.

Visualisierung des geplanten AHS-Standorts Sonnenallee in der Seestadt: Ein helles, langgestrecktes Schulgebäude mit mehreren Gebäudeteilen öffnet sich zu einem großzügigen, begrünten Außenbereich mit Bäumen, Wiesen und Aufenthaltsflächen.
© Franz und Sue ZT GmbH
Stadtentwicklung | Bildung

Neuer AHS-Standort für die Seestadt

In der Seestadt wächst das Bildungsangebot weiter: An der Kreuzung Sonnenallee und Seestadtstraße wird ein neuer AHS-Standort errichtet. Das Siegerprojekt des Architekturbüros Franz&Sue verbindet moderne Lernräume, großzügige Freiräume und hohe Nachhaltigkeitsstandards.

Porträtfoto von Stadträtin Elke Hanel-Torsch; Bezirksrätin Gabriele Plank; Otto Eckl, Abteilungsleiter Technische Stadterneuerung; Wien 3420-Vorstand Robert Grüneis und STM-Leitung Ina Hahn mit einem Teil des neuen Teams.
© Stadt Wien/Martin Votava
leben | Stadtentwicklung | Nachbarschaft

Neues Team für das Stadtteilmanagement in aspern Seestadt

Seit Jänner 2026 berät, vernetzt und begleitet ein neues Team die Nachbarschaft in einem der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas. Ob Alltagsfrage oder Wunsch nach Vernetzung: Das Büro am Hannah-Arendt-Platz steht für alle Anliegen offen.

Sieben Personen mit goldenen Spaten beim symbolischen Spatenstich für das Bauprojekt LILY am See.
© Ludwig Schedl
Stadtentwicklung | Baustelleninfos

Spatenstich für LIL-Y am See: Die Waterfront nimmt Gestalt an

Mit dem Spatenstich für LIL-Y am See beginnt erstmals die bauliche Entwicklung direkt am Ufer der Seestadt. Damit wird ein zentraler Teil der Stadtidee umgesetzt: das Leben am Wasser.