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Veröffentlicht am 05.11.2012

leben | Nachbarschaft

4. Forschungsbericht aus dem Mikrohaus

Herbst ist's

Regelmäßig blinken am Horizont die roten Lichter der Windräder, die weiß leuchtende Schlange der S-Bahn zieht schnell und still in der Di...
Herbst ist's Regelmäßig blinken am Horizont die roten Lichter der Windräder, die weiß leuchtende Schlange der S-Bahn zieht schnell und still in der Distanz meiner Beobachtung vorbei.  Wie viele da wohl noch drin sitzen um 22:00 an einem regnerischen kalten Montag. Gestern Nacht war es stürmisch, der Wind hat den Regen gegen meine Fenster gedrückt. Die Nacht war unruhig und erfüllt von Geräuschen, die nur teilweise zuordenbar waren. Im Radio läuft gerade das Lied „Which side are you on“, ich frag mich, ob es die Seite der Nacht oder die Seite des Tages ist. Licht und Dunkelheit, beides erlebe ich hier intensiver als wo anders. In der Dämmerung hat es heut so ausgeschaut als ob die Ränder der Stadt in Flammen stehen. Graue feine Wolken beleuchtet von der Intensität des Orange der untergehenden Sonne, vielleicht zeigt sie sich morgen ja länger die Sonne. Ich war draußen um eine zu rauchen, es klart auf und über der U-Bahn Trasse ist ein gelber halber Mond aufgegangen. Fahl  leuchtet er da vom Himmel. Auch die grüne Wand an meinem Haus präsentiert sich immer herbstlicher, die Schafgarbe zieht ein und trocknet langsam braun ab, doch immer noch gibt es die eine oder andere Erdbeere. Schön, dass es ein paar kräftige Farbpunkte gibt, die sich gegen das Grau des nebligen Herbstes stemmen. Die Katze ist da. Eine Schwarz-Weiße, die um die Terrasse schleicht, viel mehr Besuch wird es heute nicht mehr geben. Habt eine gute Woche und der Frühling kommt auch wieder irgendwann. Ich verabschiede mich bis zu meinem nächsten Eintrag. (Textbeitrag: Florian Kloidt) --- Die Einträge geben die subjektive Erfahrung und Meinung des Erzählers wieder und entstehen im Rahmen eines PROGREENcity Forschungsprojektes in aspern Seestadt.
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