Seit Jahrzehnten erfährt der Tourismus eine kontinuierliche Intensivierung und ist zu einem integralen Bestandteil unseres westlichen Lebensstils geworden. ...
© Lisa Rastl
Seit Jahrzehnten erfährt der Tourismus eine kontinuierliche Intensivierung und ist zu einem integralen Bestandteil unseres westlichen Lebensstils geworden. Er hat Wertschöpfung, Wohlstand und Weltoffenheit auch in die entlegensten Gegenden gebracht und so Abwanderung verhindert. Das ist die Sonnenseite des Tourismus. Auf der Schattenseite stehen negative Effekte wie Menschenmassen, grobe Umwelteingriffe und steigende Bodenpreise.::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::Vernissage: Do, 6.2. ab 18:00 UhrAusstellungsdauer: 7. Februar - 2. März 2025Öffnungszeiten:Mi-So: 14:30-19:30 UhrDo: 14:30-21:00 UhrVHS KulturgarageAm-Ostrom-Park 18, 1220 WienÖffentlich erreichbar: U2 Seestadt (Ausgang Seestadtpromenade, nach rechts entlang der U-Bahn-Trasse, 5 Min Fußweg )Parkplätze direkt in der Garage über der AusstellungTickets zur Ausstellung:Freier Eintritt bis zum vollendeten 18. LebensjahrErwachsende € 7,-Ermäßigt € 5,- für Studierende, Pensionist*innen und Menschen mit BehinderungFührungen (1h) Tickets um € 3,- vor Ort in bar erhältlichSonntag, 9.2. 15:30Sonntag, 16.2. 15:30Donnerstag, 20.2. 17:30Tickets online kaufenPodiumsdiskussion „Ist uns der Tourismus über?“: Do 27.2., 18:30 UhrMit dem Konzept des „Dezentralen Tourismus“ setzen sich bei der Podiumsdiskussion u.a. die Stadt- und Tourismusforscherin Cornelia Dlabaja, Katrin Erben, Expertin für Nachhaltigkeit der Österreich Werbung, Daniela Kolesa, Leitung Destinationsmanagment, Katharina Ritter, Co-Kuratorin der Ausstellung und Florian Van der Bellen, Head of Destination Development bei PKF hospitality auseinander.Anmeldung zur Vernissage und zur Podiumsdiskussion an events@wien3420.at::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::Touristische Hotspots leiden unter dem Ansturm der Besucher*innen, während andere Orte abgehängt werden. Gemeinden sind zwiegespalten: Einerseits profitieren sie vom Tourismus, andererseits nehmen sie immer stärker unerwünschte Nebenwirkungen wahr. Und bedenkt man, dass der Tourismus mehr als andere Wirtschaftssektoren vom Klima abhängt, ist es erstaunlich, dass der Klimawandel ausgerechnet hier oft noch ein Randthema ist. Anhand von anschaulichen Illustrationen, Beispielen und Datenmaterial zeigt die Ausstellung u. a. das Zusammenspiel von Tourismus und Wirtschaftswachstum, steigenden CO2-Emissionen oder der Verdrängung der lokalen Bevölkerung durch ausufernde Wohn- und Lebenshaltungskosten – auch seit touristische Unterkünfte vermehrt zu Anlageobjekten werden.Nachhaltiger Tourismus - geht das?Wie können wir Tourismus in Zeiten von Klimakrise, Kriegen, drohenden weiteren Pandemien, Fachkräftemangel und einer anhaltenden Energiekrise neu denken und in nachhaltigere Bahnen lenken? Welche Rolle spielen dabei Raumplanung und Architektur? Die Ausstellung beleuchtet zentrale Aspekte des Tourismus wie Mobilität, Städtetourismus, Wechselwirkungen mit der Landwirtschaft, Klimawandel, die Privatisierung von Naturschönheit bis zum Wandel der Beherbergungstypologien und geht der Frage nach, ob und wie Tourismusentwicklung geplant wird. Vor allem aber sucht die Ausstellung nach Transformationspotential. Viele Reisende sehen sich selbst ungern als Teil des Phänomens Massentourismus, und Zweifel an der Klimaverträglichkeit unseres Reiseverhaltens werden immer lauter.Wegweisende Lösungsansätze in der AusstellungEine Vielzahl von Initiativen sind in letzter Zeit entstanden, die einen anderen Umgang mit der Natur, der lokalen Bevölkerung, dem Klima, Städten und Dörfern oder der Mobilität pflegen. Lokale und internationale Beispiele präsentieren wegweisende Lösungsansätze. Planungskonzepte unterschiedlicher Länder laden zu einem strategischen Vergleich. Zahlreiche gelungene Beispiele machen Lust auf eine Art des Urlaubens, die nicht mehr ausschließlich dem Konsum sowie dem Wachstumsparadigma folgt. Im Zentrum bleibt die Frage: Wie können wir einen Tourismus imaginieren, der nicht mehr das zerstört, wovon er lebt?Kuratorinnen: Karoline Mayer & Katharina Ritter, Az WAssistenz: Dina UnterfraunerAusstellungsarchitektur: ASAP – Pitro SammerAusstellungsgrafik: LWZ & Manuel RaddeBuch zur AusstellungZur Ausstellung erscheint das umfassende und reich bebilderte Buch „Über Tourismus“ mit Essays von: Linda Boukhris, Ana Gago, Maria Kapeller, Helga Kromp-Kolb, Kurt Luger, Arno Ritter, Arthur Schindelegger.Hrsg.: Karoline Mayer, Katharina Ritter, Angelika Fitz und Architekturzentrum WienVerlag: Park BooksBuchgestaltung: Manuel Radde & LWZ; Illustrationen: LWZ
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