Interaktive Karte

Autor*in

diejungs

Veröffentlicht am 25.09.2013

leben | Nachhaltigkeit

Gemeinsam LandWIRtschaften, 17.10.2013, ab 19 Uhr

Gemeinsam LandWIRtschaften
ökologisch, solidarisch, partizipativ in aspern Seestadt

Eine Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema Community ...
Gemeinsam LandWIRtschaften, 17.10.2013, ab 19 Uhr
Gemeinsam LandWIRtschaften ökologisch, solidarisch, partizipativ in aspern Seestadt Eine Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema Community Supported Agriculture (CSA) Referenten: Dr. Peter Laßnig (Gründer des „Ochsenherz“ Gärtnerhofs, Gänserndorf) David Stanzel (Verein Gartenpolylog) WANN:             Donnerstag, 17. Oktober 2013, 19:00 Uhr (Einlass: 18:30 Uhr) WO:                 „aspern IQ“ in aspern Seestadt, Seestadtstraße 27/13, 1220 Wien Mit der Informations- und Diskussionsveranstaltung „Gemeinsam LandWIRtschaften“ brechen aspern Seestadt und Gartenpolylog am 17. Oktober 2013 eine Lanze für eine neue Form der bewussten Lebensmittelproduktion: die so genannte Community Supported Agriculture (CSA). Im Rahmen der Veranstaltung spricht Dr. Peter Laßnig, Gründer des „Ochsenherz Gärtnerhofs“ in Gänserndorf, über seine mehrjährige Erfahrung mit CSA. David Stanzel vom Verein Gartenpolylog informiert über die Chancen von CSA in aspern Seestadt. Das Ziel des Abends ist die Vernetzung interessierter ProduzentInnen (Landwirte, Gärtnereien, …) mit ernährungsbewussten KonsumentInnen. Im Idealfall können bereits erste Lebensmittel-Kooperationen unter professioneller Anleitung entwickelt werden. Der Hintergrund „Wir alle wissen: Ein Drittel der weltweiten Ernte landet auf dem Müll. Viele Früchte halten dem Beauty Contest für den Handel nicht stand. Sprich: die Gurke ist zu stark gekrümmt, die Karotte zu kurz, der Apfel zu klein. Von den Lebensmitteln, die es in die Regale der Supermärkte schaffen, wird ebenfalls ein großer Anteil weggeworfen – und das in einwand¬freiem Zustand. Die hoch subventionierte Überproduktion verlangt Platz für die Ware von morgen. Gleichzeitig müssen viele vor allem kleinstrukturierte bäuerliche Betriebe zusperren, weil die Einnahmen zu gering und das alleinige finanzielle Risiko zu hoch ist“, erläutert David Stanzel vom Verein Gartenpolylog die Motive für den Ausstieg aus der Nahrungsmittelabhängigkeit von Supermarktketten. Ob Konsumentin und Konsument sich dessen bewusst seien oder nicht, ihr Ernährungs- und Einkaufsverhalten stütze in der Regel einen geopolitischen Teufelskreis, der in reichen Ländern zu einer unglaublichen Verschwendung von Lebensmitteln und zu so genannten Zivilisationskrankheiten, in den Armenhäusern der Welt zu Unterernährung, Ausbeutung und Umweltzerstörung führe, so Stanzel. „1,7 Milliarden Erwachsene und Kinder weltweit sind übergewichtig, 870 Millionen Menschen unterernährt, alle sieben Sekunden verhungert ein Kind. Die Hälfte der weltweiten Sojaernte und gut ein Drittel der Getreideernte werden nicht von Menschen gegessen, sondern von Schweinen, Rindern, Hühnern – der Agrarsektor wird zunehmend zur Industrie. Die Folgen: abnehmende Artenvielfalt, Erosion fruchtbarer Böden, Abholzung von Wäldern, Wasserknappheit, Überdüngung, Pestizideinsatz, Massentierhaltung. Gründe genug für einen Verhaltenswandel“, ist Stanzel überzeugt. „Gottseidank weigern sich immer mehr Menschen, Teil dieses lebensfeindlichen Systems zu sein“, pflichtet Yara Dominguez, Mitgründerin des Vereins Gartenpolylog, bei. „Sie wollen die Kontrolle darüber haben, womit sie sich und ihre Kinder ernähren. Sie verlangen Antworten auf brennende Fragen. Woher kommen die Lebensmittel? Wie werden sie produziert? Wer profitiert von ihrer Vermarktung? Wir sagen Nein zur Wegwerfpolitik der Handelsketten und möchten uns mit regionalen und nachhaltigen ProduzentInnen verbünden“, zeigt sich Dominguez kämpferisch und verweist auf unterschiedliche Initiativen: Food-Kooperativen, Gemeinschaftsgärten, die Slow-Food-Bewegung oder gemeinschaftlich organisierte Landwirtschaftsprojekte. Seestadt: Modellregion für Ernährungsalternativen aspern Die Seestadt Wiens begegnet diesen Bewegungen mit großer Offenheit. Im Rahmen des Kultur- und Kommunikationsprojektes PUBLIK betreut der Verein „Gartenpolylog“ seit 2011 nicht nur einen interkulturell gehegten Gemeinschaftsgarten in der Seestadt. Die AktivistInnen organisieren auch ein laufendes Freizeit-, Bildungs- und Vortragsprogramm rund um die Themen Gartenbau und Ernährungsalternativen. Ziel ist es, die im Wachsen begriffene Seestadt als Modellregion für eigenverantwortlicher Nahrungsmittelproduktion zu etablieren. Was bedeutet CSA? CSAs (Community Supported Agriculture) sind Kooperationen zwischen Verbrauchern und Produzenten (z. B. Landwirte) und stellen eine solidarische Form der landwirtschaftlichen Produktion mit alternativen Vermarktungskonzepten dar. Die ersten Modelle für CSA entstanden in den 60er-Jahren in Japan. In den USA gibt es mittlerweile 1.500 solcher Gruppen. Wie funktionieren CSAs? Die interessierten KonsumentInnen erklären sich bereit, eine gewisse Menge an Lebensmitteln von einem Produzenten in ihrer näheren Umgebung direkt abzunehmen. Der Zwischenhandel wird so umgangen, die Abhängigkeit von Supermarktketten reduziert. Die ProduzentInnen wissen, welche Lebensmittel sie in welchen Mengen produzieren sollen, Überproduktion wird vermieden. Die Bezahlung erfolgt meist über eine Vorfinanzierung zu Jahresbeginn oder in Raten. Da die Produkte gesammelt beim Produzenten abgeholt bzw. an eine gemeinsame Adresse geliefert und dann verteilt werden, bedarf es keiner langen Transportwege, aufwändige Verpackung ist nicht notwendig. Die KonsumentInnen erhalten Einblick in den Produktionsprozess, können mitarbeiten und ihr Feedback an die ProduzentInnen richten. Das Konzept des „gemeinsamen Landwirtschaftens“ funktioniert sowohl im urbanen Raum, am Stadtrand als auch außerhalb städtischer Gebiete. Ochsenherz Gärtnerhof als CSA-Pionier In Österreich spielt der Ochsenherz Gärtnerhof in Gänserndorf (NÖ) eine Vorreiterrolle. Der 5 ha große, gemeinschaftlich getragene organisch-biologische Demeter-Landwirtschaftsbetrieb baut rund 60 Gemüsearten an und versorgt damit etwa 200 Menschen, die durch ihre Abnahmegarantie das ökonomische Rückgrat des Gärtnerhofs sichern. „Durch dieses Modell des assoziativen Wirtschaftens können wir uns aus den Zwängen des profit-orientierten Marktgeschehens herauslösen. Wir bestehen auch mit einer sehr vielfältigen und handar-beitsintensiven Form der Landwirtschaft“, erläutert Dr. Peter Laßnig, Gründer von „Ochsenherz“. Über gartenpolylog Wien Der Gartenpolylog ist ein Verein, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Interessen interkultureller Gemeinschaftsgärten in Wien und Österreich zu vertreten, bestehende gemeinschaftliche Gartenprojekte in Österreich zu vernetzen, zu unterstützen und selbst Gemeinschaftsgarten¬projekte zu initiieren. Kontakt: www.gartenpolylog.org, garten@aspern-seestadt.at
# blog.detail.related.hashtag
Nachbarschaftsraum Hedi
© Luiza Puiu
leben | Nachbarschaft

Wie bucht man die Räume für Nachbarschaft?

Schon mal von HEDI und ZIA gehört? Das sind die beiden Räume für Nachbarschaft in der Seestadt, die Sie ganz einfach mieten können. Wir zeigen Ihnen wie.

Gebäude mit Eingang zu aspern.mobil Lab, von rechts kommend Radfahrerin mit grauen Haaren auf der Straße.
© Patricia Bermudez
leben | Mobilität | öffentlicher Raum

Wie bewegen sich Senior*innen durch die Seestadt? TU-Studie zur Mobilität im Alter startet

Personen ab 60 können sich beteiligen und einen Beitrag zur Weiterentwicklung von aspern Seestadt leisten.

Foto vom Stadtteil-Managementbüro und zwei Team-Mitgliedern
© STM/Sarah Januschkowetz
leben | Nachbarschaft

Stadtteilmanagement: Wir holen unsere Angebote vor den Vorhang

Wir, das Stadtteilmanagement Seestadt aspern, sind mehr als nur eine Anlaufstelle – wir sind ein Ort, an dem man sich begegnet, vernetzt, informiert und Unterstützung für eigene Ideen erhält. Was das konkret bedeutet, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.

Baustellen-Update Seestadt 2026
Baustelleninfos | Stadtentwicklung | leben

Baustellen-Update Seestadt 2026

Es wird ordentlich gebaut in der Seestadt. Im Quartier Seecarré werden Wasserleitungen verlegt. An den Seeterrassen starten Bauvorbereitungen, auch am und um den Nelson-Mandela-Platz wird weitergearbeitet. Im Süden wächst der Rohbau der Zentralberufsschule in die Höhe, während die Takeda-Baustelle schon in die Zielgerade eingebogen ist. Hier finden Sie einen aktuellen Überblick.

Platz in der Seestadt mit Bäumen und Passanten, die durch das Bild gehen.
© Daniel Hawelka
leben | Kultur | Nachbarschaft | wohnen

Pionierinnen-Grätzltour in aspern Seestadt

Der Frühling ist von Veränderung und Neubeginn geprägt. Unter diesem Motto steht auch unsere Grätzltour: Mit einem Blick auf die Leistungen von Pionierinnen und die Neuanfänge in ihren Biografien spazieren wir gemeinsam durch die Seestadt.

Gruppenbild des neuen Stadtteilmanagement-Teams
© Livia Heinl
Stadtentwicklung | leben | Nachbarschaft

Das neue Stadtteilmanagement stellt sich vor

Im Jänner 2026 ist ein neues Team in das Stadtteilmanagement-Büro eingezogen und mitten in der Seestadt angekommen.

Zwei junge Männer stehen lächelnd in einem modernen, hellen Restaurant und halten Take-away-Bowls in den Händen. Im Hintergrund ist eine lange Theke mit frischen Zutaten sowie Gäste, die an Tischen sitzen.
© Luiza Puiu
leben | Stadtentwicklung | Gastronomie

Kulinarisches Angebot in aspern Seestadt wächst weiter

Mit Kenny’s, Vegan Kiss und Ciao Ragazzi erweitern ganz unterschiedliche Konzepte die gastronomische Vielfalt im Stadtteil

Bild der winterlichen Seestadt von Süden aus mit Fokus auf den zugefrorenen See.
© Wien 3420 AG
leben | Nachbarschaft | öffentlicher Raum

Eis am See: Warum Vorsicht lebenswichtig ist

Der zugefrorene See in der Seestadt wirkt im Winter oft idyllisch – und täuscht dabei eine vermeintliche Sicherheit vor. Trotz anhaltender Minusgrade ist das Eis nicht überall tragfähig.

Menschen halten ein großes Plakat
© STM
leben

Rückblick auf 12 Jahre Stadtteilmanagement Seestadt aspern

Zwölf Jahre Stadtteilmanagement – ein Abschied mit Dankbarkeit. Seit zwölf Jahren begleitet unser Team, bestehend aus Mitarbeiter*innen der Caritas Stadtteilarbeit, PlanSinn und ABZ*austria die Entwicklung der Seestadt: von den ersten Baustellen bis hin zu einem lebendigen, vielfältigen Grätzl, das heute von Zusammenhalt und aktiver Nachbarschaft geprägt ist.

Nachhaltiges Bauen: ÖGNB-Dialog und Auszeichnungen in der Seestadt
© Alfred Arzt
Stadtentwicklung | Nachhaltigkeit

Nachhaltiges Bauen: ÖGNB-Dialog und Auszeichnungen in der Seestadt

Wie wird nachhaltiger Neubau zum Treiber für Klimaschutz und Innovation? Diese Frage stand im Zentrum einer Fach- und Auszeichnungsveranstaltung der ÖGNB in der Seestadt.