Stadtentwicklung wirft überall ähnliche Fragen auf – und verlangt doch oft unterschiedliche Antworten. Der Blick auf andere Projekte hilft, die eigenen Ansätze weiterzudenken. Zehn Mitarbeiter*innen der HafenCity Hamburg GmbH kamen im September 2026 in die Seestadt, um genau darüber ins Gespräch zu kommen: über Erfahrungen, Herausforderungen und neue Perspektiven.
Die HafenCity Hamburg GmbH entwickelt neben der HafenCity auch weitere Gebiete in Hamburg. Bei ihrem Besuch gaben die Kolleg*innen Einblicke in die Science City Hamburg Bahrenfeld und den Billebogen. Für uns waren diese Projekte besonders interessant, weil dort Forschung und gewerbliche Nutzungen im Mittelpunkt stehen. Der Austausch eröffnete neue Perspektiven auf unterschiedliche Entwicklungsaufgaben und Herangehensweisen.
Peter Hinterkörner gab den städtebaulichen Rahmen und zeigte, wie Grün- und Freiräume das Leben in der Seestadt prägen. Die Projektleiter*innen machten die Verbindung zur Umsetzung greifbar: Martin Hesik rückte Vertrieb und Einkaufsstraßenmanagement in den Fokus; Andreas Neisen widmete sich den Themen Mobilität und Energiequartiere. Ingrid Spörk beleuchtete Marketing und Kommunikation, Roman Koselsky zeigte, was Infrastruktur und Baulogistik leisten.
Genau dieses Zusammenspiel macht die Seestadt zu einer lernenden Stadt und einem Urban Lab. Internationale Fachleute interessieren sich dafür, wie Mobilität, Baulogistik und Einkaufsstraßenmanagement ineinandergreifen. Wir teilen Erfahrungen, gewinnen neue Perspektiven und entwickeln Lösungen für den jeweiligen Kontext – statt Patentrezepte zu suchen.
Der Austausch mit internationalen Projekten wie der HafenCity Hamburg ist besonders wertvoll: Wir lernen voneinander und gewinnen neue Perspektiven. Besonders interessieren uns die Ansätze zu gewerblichen Nutzungen in Science City und Billebogen – sie geben wichtige Impulse für die Seestadt.
Wie Konzepte im Alltag wirken, zeigte sich bei Einblicken in die Arbeit der ASCR und der Wiener Netze: Oliver Juli stellte das ASCR-Democenter vor, Roland Zoll berichtete bei der Trafostation in der Maria-Tusch-Straße über Herausforderungen der Netzinfrastruktur.
Beim Rundgang durch das Pionierquartier und das Quartier Am Seebogen standen verkehrsberuhigte Bereiche, Freiraumgestaltung und Mehrfachnutzungen im Fokus – vom Schulgarten und der Sportinfrastruktur unter der U-Bahn bis zum Nutzungsmix im Gewerbehof. Auch Zwischennutzungen wie das DOCK und unser Baulogistikzentrum wurden besichtigt.
Den informellen Abschluss bildete ein gemeinsames Mittagessen im Speiseamt Seestadt. Der Besuch machte deutlich: Die lernende Stadt lebt vom Gespräch und fachlichen Austausch.
Energiezukunft made in Seestadt: Halbzeit bei der ASCR
Wie bleibt das Stromnetz stabil, wenn Wien unabhängiger von fossiler Energie wird? Die Aspern Smart City Research (ASCR) forscht dazu mitten in der Seestadt und hat jetzt Zwischenbilanz gezogen.
Drei Touren – drei Perspektiven auf unseren Stadtteil
Im Herbst laden wir Seestädter*innen zu drei Touren durch das Grätzl ein, um die Seestadt auf ganz unterschiedliche Weise zu erleben. Ob Business Walk, Familienrätselrallye oder Inside-Seestadt-Tour: Es ist für jeden etwas dabei!
Seestädter Loop am 25. September: Kostenlos tauschen, reparieren und Kreislaufwirtschaft entdecken
Kleidung, Schuhe und Accessoires bekommen eine zweite Chance: Am Freitag, 25. September 2026 lädt der 3. Seestädter Loop von 14:00 bis 18:00 Uhr zum kostenlosen Tauschen, Schenken, Reparieren und gemeinsamen Lernen ein. Veranstaltungsort ist die Fußgängerzone rund um den Simone-de-Beauvoir-Platz.
Handy raus, mitraten, gewinnen: Das Unternehmensquiz beim Seestädter Straßenfest
Beim 11. Seestädter Straßenfest am 4. September hat das Stadtteilmanagement seine halbe Stunde Bühnenprogramm anders genutzt: statt Vorstellungsrunde ein Live-Quiz zum Mitspielen – mit vier Betrieben aus der Seestadt.
Wie gelingen neue Städte? Die Seestadt antwortet auf der EXPO REAL 2026
Die Seestadt ist von 5. bis 7. Oktober auf der EXPO REAL in München. Wien 3420-Vorstand Robert Grüneis diskutiert dort mit internationalen Expert*innen, wie neue Städte gelingen. Die Seestadt bringt dafür mit, was in keinem Masterplan steht: zwölf Jahre Erfahrung als Alltag.
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