Interaktive Karte

Veröffentlicht am 02.12.2021

leben | unternehmen

Kommentar: "Dieses Land braucht die Seestadt, besser: viele Seestädte."

Diesen und weitere spannende Artikel lesen Sie online in der aktuellen Ausgabe des Magazins workflow – Moderne Arbeitswelten in der Seestadt.Jetzt lesen!&#...
Ansicht von Westen über den Seepark, im Hintergrund HoHo Wien, U-Bahn und der türkisblaue See.
© Luiza Puiu
Diesen und weitere spannende Artikel lesen Sie online in der aktuellen Ausgabe des Magazins workflow – Moderne Arbeitswelten in der Seestadt.Jetzt lesen! Warum aspern Seestadt ein tauglicher Weg ist, dem Flächenfraß Einhalt zu gebieten.Kommentar zur Nachhaltigkeit von Robert Lechner, Geschäftsführer Österreichisches Ökologie-InstitutIn Österreich verbauen wir täglich 11,5 Hektar fürs Wohnen, Arbeiten, die damit zusammenhängende Infrastruktur und den ganzen Rest aus Freizeit, Spaß und anderen Annehmlichkeiten. Dieser Europameistertitel der besonderen Art macht den politisch Verantwortlichen − aufgrund der in dieser Sache weltweit berechtigt vorgebrachten Argumente von Greta Thunberg & Co − keinen Spaß mehr. Das zuletzt von der nationalen Politik verlautete Ziel für 2030 ist seit zwei Jahrzehnten gleich und unerreicht. Maximal 2,5 Hektar oder 25.000 Quadratmeter pro Tag können wir uns erlauben, mehr nicht. Der seit Jahren stabile tägliche Anteil Wiens am Flächenverbrauch Österreichs beträgt 0,2 Hektar oder acht Prozent des nationalen Zielwerts für 2030. Nur der Vollständigkeit halber: In Wien lebt und arbeitet mehr als ein Fünftel der Bevölkerung. In der Seestadt liegt der Anteil an diesen 0,2 Hektar Wiens bei statistischen 263 Quadratmetern pro Tag.263 m² für den Klimaschutz240 Hektar Bauland für rund 25.000 dort lebende Menschen und 20.000 Beschäftigte soll die „Seestadt der kurzen Wege“ am Ende ausmachen. Dieses „Ende“ wird vom Baubeginn im Jahr 2010 gerechnet auch dank der Einsprüche und Besetzungen jeglicher Art vielleicht erst in 25 Jahren erreicht sein − womit wir bei den statistischen 263 m² angelangt sind (Rechenhilfe: 240 ha / 25 Jahre / 365 Tage = 263 m²). Jedes durchschnittliche Einfamilienhaus in Österreich braucht viermal so viel Fläche. Rund 19.000 dieser Häuser wurden pro Jahr zuletzt in Österreich gebaut, im Schnitt mehr als 50 pro Tag. Die Seestadt ist umfassend effizient, benötigt deutlich weniger Ressourcen als andere Siedlungsformen. Sie ist seit Anbeginn auf Nachhaltigkeit getrimmt, wird mit strengen Anforderungen qualitätsgesichert. Womöglich gibt es ohne Berücksichtigung der Mobilität, der Bildungseinrichtungen, Arbeitsplätze und des ganzen Versorgungsrests energieautarke Wohnenklaven auf der grünen Wiese. Aber nirgendwo sonst wird auf so wenig benötigtem Raum alles bereitgestellt, was notwendig ist. Die U-Bahn gab es, lange bevor es irgendetwas anderes gab, Radwege, S-Bahn, Busse, demnächst mehrere Straßenbahnen.Gemeinsam vorankommenMehr als 45.000 täglich bewegte Personen wird die Seestadt einmal ausmachen. Sobald alle Bildungseinrichtungen fertiggestellt sind, kommen wohl noch einige tausend Schüler und Studierende hinzu, ebenso wie Gäste oder Menschen aus der Umgebung, die zum Einkaufen kommen oder zum Arzt wollen. Wenn lediglich ein Fünftel der 45.000 mit dem Auto unterwegs wäre, dann machte das knapp 20.000 Fahrten pro Tag aus. Lieferverkehr für Geschäfte, Betriebe ist hier noch nicht berücksichtigt. Dafür wird es zusätzlich zum ÖV-Angebot auch die eine oder andere neue Straße brauchen. Denn die bereits vorhandenen Erschließungswege sind dicht belegt, die Bevölkerung in der Donaustadt hat sich gegenüber den 1990er-Jahren verdoppelt. Dieses Wachstum ist kein Selbstzweck, es verschafft Wien den dringend benötigten Entwicklungsraum. Wer Projekte wie die Seestadt verzögern oder gar stoppen will, erreicht vor allem eines: die Fortsetzung des Flächenfraßes mit all seinen negativen Begleiterscheinungen.
Porträtbild von Robert Lechner
© Renate Schrattenecker-Fischer
# Ähnliche Stories
Menschen beim Frühstücksbuffet
© Zoltan Balo
unternehmen

Unternehmen wünschen sich mehr Sichtbarkeit und Vernetzung

Die Ergebnisse der Unternehmensbefragung 2026 zeigen, was Betriebe in der Seestadt bewegt – und welche Angebote sie sich künftig vom Stadtteilmanagement wünschen.

Menschen bei einem Frühstück
© Susanne Lins
unternehmen

Business Frühstück: Ein Angebot für Austausch und Vernetzung in der Seestadt

Sie suchen neue Kontakte oder wollen Ihr Netzwerk in der Seestadt erweitern? Einmal im Quartal laden wir zum Business Frühstück in der Seestadt ein.

Muschel in menschlicher Form mit Händen, Füßen und Gesicht, sowie Tasche, Schuhen und Lupe auf einem Steg vor einem Sie.
© Luiza Puiu, KI generiert
leben | Familie**

ABGESAGT: Abenteuer Seestadt - Shelly geht wieder auf Tour

Aufgrund der aktuellen Hitzewelle muss die Tour leider verschoben werden.

Jugendliche sitzen in einem Halbkreis und blicken auf eine Person, die eine Erklärtafel in den Händen hält
© Boban Ilievski
leben | Stadtentwicklung

Jugendliche erkunden bei der Seestadt-Challenge die Stadt der Zukunft

Wie funktioniert eine Stadt der kurzen Wege? Was macht die Seestadt besonders lebenswert? Und was bedeutet eigentlich das Schwammstadtprinzip? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich drei Schulklassen aus der Seestadt und der Umgebung bei der Seestadt-Challenge kurz vor den Sommerferien.

Eine Frau öffnet eine Box, eine Frau, ein Mann und ein Junge schauen überrascht auf die Box
© knistery
unternehmen | Success Stories

Menschen & Unternehmen der Seestadt: knistery

Wenn Rätsel Menschen verbinden

KI-generiertes Bild von einer farbigen Lichtprojektion mit einem Overheadprojektor an eine Hauswand
© KI generiert
leben | Nachbarschaft

Gestalten Sie eine faszinierende Lichtchoreografie!

Wir suchen neugierige Seestädter*innen, die Lust haben, bei der SeeLightNight am 12. November 2026 eine kleine Lichtershow mit Overheadprojektoren zu gestalten.

Menschen trainieren Animal Flow auf einer Outdoor-Bühne an einem See
© Julia Beck
leben | Nachbarschaft

Von Gartenworkshops bis Uno-Turnier: Sechs Ideen werden durch das Nachbarschaftsbudget möglich

Die Jury hat im Juni jene sechs Ideen ausgewählt, die noch bis zum Ende des Jahres umgesetzt werden.

Das BAULÜCKEN-KONZERT mit Fuzzman & The Singin' Rebels Ende Mai am DOCK Seestadt
© Luiza Puiu
leben | Kultur | öffentlicher Raum

Feiern, erleben, bewegen: Kultursommer in der Seestadt

Ob Live-Musik am See, ein Fest quer durchs Grätzl oder ein Tag, der dem Sport gehört – den ganzen Sommer über lädt die Seestadt bei diesen und vielen weiteren Gelegenheiten zum Dabeisein und Mitmachen ein.

Unterschiedliche Sportartikel, Spielsachen und Schulutensilien auf einem Holztisch. Eine Frau hält ein grünes Spielzeugauto in den Händen.
© Julia Beck
leben

Seestädter Loop am 17. Juli 2026: Sport, Spiel & Schulsachen kostenlos tauschen, schenken oder reparieren

Nachhaltig handeln, Ressourcen schonen und dabei Geld sparen: Der nächste Seestädter Loop findet bei Schönwetter am 17. Juli von 14:30 bis 18:30 Uhr in den Räumen für Nachbarschaft ZIA und HEDI statt. Kostenlos getauscht, verschenkt oder repariert werden können gut erhaltene Gegenstände für Bewegung, Freizeitspaß, Spiel und den Schulalltag.

Zwei Personen stehen vor einem Lokal mit dem Namen Ciao Ragazzi und lachen in die Kamera
© STM/Barbara Konturek
unternehmen | Gastronomie | besuchen | Success Stories

Menschen & Unternehmen der Seestadt: Ciao Ragazzi

Neapolitanische Pizza, viel Leidenschaft und Italo-Feeling in der Seestadt