Interaktive Karte

Autor*in

Wien 3420 AG

Veröffentlicht am 01.08.2022

leben | Unternehmen

Altes Wissen für klimaneutrales Arbeiten in der Seestadt

Diesen und weitere spannende Artikel lesen Sie online in der aktuellen Ausgabe des Magazins workflow.Mit dem Baubeginn von Robin soll in der Seestadt der nac...
ROBIN SEESTADT
© Jaroslav Gereg
Diesen und weitere spannende Artikel lesen Sie online in der aktuellen Ausgabe des Magazins workflow.Mit dem Baubeginn von Robin soll in der Seestadt der nachhaltigste Workspace der Stadt entstehen. Dabei treffen jahrhundertealtes Bauwissen und technologische Innovation aufeinander.Von Ellen BergAm Anfang stand eine wichtige Frage: Was können die Architekten und Entwickler eines hochmodernen Gebäudes heute noch von den alten Kirchenbaumeistern lernen? Eine Menge, wenn es um klimaneutrales Bauen geht: „Massive und kompakte Bauweise mit bestmöglicher Speicherfähigkeit und reduzierten Glasflächen in der Fassade waren früher und sind heute immer noch die bauphysikalischen Grundregeln, um mit stark reduzierter Gebäudetechnik ein konstantes Raumklima über das ganze Jahr gewährleisten zu können“, erklärt Martin Feuerstein, Geschäftsführer der 2226 AG. Dessen Gebäudekonzept 2226 wird in Robin zum Tragen kommen und steht für konstante Temperaturen zwischen 22 und 26 Grad. „Es werden dabei zwei jeweils 38 Zentimeter dicke Ziegel verwendet; darüber kommt innen wie außen ein klassischer Zement-Kalkgrundputz und ein Finish aus Kalkputz“, erklärt er den Aufbau der Wände. Angst vor finsteren Arbeitsplätzen ist dennoch unnötig: „Die raumhohen, innen angeschlagenen Fenster und tiefen Laibungen reduzieren die direkte Sonneneinstrahlung und gewährleisten trotzdem eine gute Belichtung der Räume“, so Feuerstein.„Weniger ist mehr.“ Er hat sich mit seinem Konzept für einen „Weniger ist mehr“-Ansatz und gegen den Trend der letzten Jahrzehnte zur technischen Hochrüstung entschieden. Denn dieser und die damit verbundene Haustechnik seien kostenintensiv und halten oft nicht, was sie in Sachen Energieeinsparung und Komfortgewinn versprechen. Außerdem werde die Lebensdauer durch die komplexe Hochtechnisierung tendenziell verkürzt, „da die Architektur ohne die Haustechnik nicht mehr funktionsfähig ist“, so der Architekt. Er setzt stattdessen auf die Nutzung der Wände und Decken als Dämm- und Speichermasse, auf korrekte Verhältnisse von Fassaden- und Fensterflächen, Materialien und Proportionen: „Das ist mit der Rückbesinnung auf alte Bauweisen gemeint“, erklärt er. Mit diesem nachhaltigen Konzept wollen das Immobilienunternehmen Soravia und die renommierten Baumschlager Eberle-Architekten nun den nachhaltigsten Workspace der Stadt schaffen, der mit Nachtauskühlung im Sommer und der Nutzung der thermischen Trägheit und Abwärme im Winter für die durchgehend gut temperierten Arbeitsplätze sorgt. „Es zeichnet sich durch den größtmöglichen Einsatz natürlicher, recyclingfähiger Baumaterialien, einer langlebigen Bauweise gepaart mit smarter Technologie und der Nutzung erneuerbarer Energiequellen aus, welches nahezu ohne Haustechnik auskommt“, freut sich Raphael Lehmann, ESG-Manager der Soravia. Die bei allen geplanten Objekten bereits in einer frühen Phase das am besten geeignete Energiesystem aussucht und einsetzt.Lernen und Gelerntes. Die Zusammenführung von lang erprobten Bauweisen und darauf abgestimmter Innovationen hat bei Robin schon vor Baubeginn Mieter überzeugt, wie Projektleiter Gerhard-Emanuel Rieger berichtet: „Eines der drei geplanten Gebäude ist bereits erfolgreich vermittelt. 2024 wird die Privatuniversität Schloss Seeburg einziehen und somit vom Mieter im Technologiezentrum Seestadt zum Eigentümer in einem der Bürokomplexe von Robin Seestadt. Ein Teil der Erdgeschoßflächen wird an die Seestädter Einkaufsstraßengesellschaft vermietet, die dort unter anderem einen Gastronomiebetrieb ansiedeln wird. Ab 2024 wird mit gutem grünen Gewissen buntes Leben einziehen – in den Büros sowie mit Gewerbe und Gastronomie in den Erdgeschoßflächen.“„Inspirierende Heimat“. Womit die Seestadt weiter Menschen und Unternehmen anzieht, die offen für neue Technologien und Konzepte zu klimaresilientem Leben und Arbeiten sind. Was für Lehman gut nachvollziehbar ist: „Die Seestadt steht für Hightech und Innovation, es haben sich bereits eine Vielzahl entsprechender Unternehmen angesiedelt und auch der Ausbildungssektor ist stark präsent. Was innovationsgetriebene Unternehmen anzieht, die in der Seestadt eine junge, wachsende und inspirierende Heimat finden und diese mitprägen möchten.“Zum workflow
# blog.detail.related.hashtag
2 Personen, die Kleidung tauschen
© Julia Beck
leben | Nachbarschaft | Nachhaltigkeit

Seestädter Loop: Wie funktioniert das Tauschen & Schenken?

Am 29. Mai 2026 findet der 1. Seestädter Loop statt. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Kleidung, Schuhe und Accessoires für Groß und Klein tauschen & schenken können.

Porträtfoto von Stadträtin Elke Hanel-Torsch; Bezirksrätin Gabriele Plank; Otto Eckl, Abteilungsleiter Technische Stadterneuerung; Wien 3420-Vorstand Robert Grüneis und STM-Leitung Ina Hahn mit einem Teil des neuen Teams.
© Stadt Wien/Martin Votava
leben | Stadtentwicklung | Nachbarschaft

Neues Team für das Stadtteilmanagement in aspern Seestadt

Seit Jänner 2026 berät, vernetzt und begleitet ein neues Team die Nachbarschaft in einem der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas. Ob Alltagsfrage oder Wunsch nach Vernetzung: Das Büro am Hannah-Arendt-Platz steht für alle Anliegen offen.

Blick auf einen Park mit Menschen, die spazieren, es scheint die Sonne, ein Mädchen balanciert an der Hand eines Mannes auf einer niedrigen Mauer
© Daniel Hawelka
leben | Nachbarschaft

Ich. Du. Wir. Seestadt. Nachbarschaftsbudget

Das Ich. Du. Wir. Seestadt. Nachbarschaftsbudget ist zurück und unterstützt dabei, Ideen aus der Nachbarschaft für die Nachbarschaft auf den Weg zu bringen.

Eine Frau mit Kinderwagen, mehrere Frauen und 1 Mann spazieren und unterhalten sich dabei, es ist eine U-Bahntrasse und ein eingezäunter Bereich zu sehen
© Luiza Puiu
leben | Mobilität | Nachbarschaft

Wir gehen wieder auf Tour – auf Grätzltour!

Die Grätzltouren bieten wieder spannende Einblicke in das Leben in der Seestadt: Bei der "Inside Seestadt"-Tour am 28. April lernen wir die Nachbarschaft aus erster Hand kennen und entdecken Orte und Initiativen, die zum Mitmachen und Mitgestalten einladen. Bei der Tour "Bewegt im Alter“ am 12. Mai erkunden wir gemeinsam mit dem aspern.mobil. LAB Orte und Wege, die im Alltag für ältere Bewohner*innen besonders wichtig sind – etwa beim Einkaufen, für die Erholung oder beim Unterwegssein mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

Kleidungsstücke auf einer Kleiderstange und zwei Personen, die sich die Kleidung ansehen
© Julia Beck
leben | Nachbarschaft | Nachhaltigkeit

1. Seestädter Loop: Kleidungsstücke für Groß und Klein tauschen und reparieren

T-Shirt aussortiert? Hose gerissen? Nähmaschine streikt? Tauschen, schenken oder reparieren Sie Kleidung, Schuhe und Accessoires beim 1. Seestädter Loop!

Lichterzeichnungen in der Luft, es ist dunkel, ein Park ist zu sehen
© Julia Beck
leben | Nachbarschaft

SeeLightNight: Feiern wir ein nachbarschaftliches Fest des Lichts

Am 12. November bringen wir die Seestadt zum Leuchten – und dafür suchen wir Ihre Ideen für kreative und spannende Licht-Aktivitäten. Beim Informationsabend am 29. April erfahren Sie, wie Sie sich am großen Fest des Lichts beteiligen können.

Ein Patient sitzt auf einer Liege mit einem Ball in der ausgestreckten Hand, der Therapeut steht vor ihm und zeigt ihm die Übung vor
© tech2people
Unternehmen | Gesundheit

Menschen & Unternehmen der Seestadt: tech2people Therapiezentrum

Zu Besuch bei Isolde Schurz-Klee – und an einem Ort, an dem Bewegung neu gelernt wird.

Nachbarschaftsraum Hedi
© Luiza Puiu
leben | Nachbarschaft

Wie bucht man die Räume für Nachbarschaft?

Schon mal von HEDI und ZIA gehört? Das sind die beiden Räume für Nachbarschaft in der Seestadt, die Sie ganz einfach mieten können. Wir zeigen Ihnen wie.

Gebäude mit Eingang zu aspern.mobil Lab, von rechts kommend Radfahrerin mit grauen Haaren auf der Straße.
© Patricia Bermudez
leben | Mobilität | öffentlicher Raum

Wie bewegen sich Senior*innen durch die Seestadt? TU-Studie zur Mobilität im Alter startet

Personen ab 60 können sich beteiligen und einen Beitrag zur Weiterentwicklung von aspern Seestadt leisten.

Foto vom Stadtteil-Managementbüro und zwei Team-Mitgliedern
© STM/Sarah Januschkowetz
leben | Nachbarschaft

Stadtteilmanagement: Wir holen unsere Angebote vor den Vorhang

Wir, das Stadtteilmanagement Seestadt aspern, sind mehr als nur eine Anlaufstelle – wir sind ein Ort, an dem man sich begegnet, vernetzt, informiert und Unterstützung für eigene Ideen erhält. Was das konkret bedeutet, erfahren Sie in diesem Blogbeitrag.