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BEAUTIFICATION: Stefan Sagmeisters Street Art in aspern Seestadt

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Nach dem großen Erfolg seiner BEAUTY Show, die im Frühjahr 2019 für einen Besucheransturm auf das MAK sorgte, setzt Grafikdesigner Stefan Sagmeister nun in Wien nach: BEAUTIFICATION heißt das Kunstprojekt, für das die Street-Art-Künstler vom Wiener Designstudio B-98 rund 400 m2 Wand entlang des asperner Seeparks nach Sagmeisters Vorgaben in ein leuchtend buntes Statement für Schönheit im öffentlichen Raum verwandelten.

v.l.n.r. Martina Taig (GF KÖR), Künstler Stefan Sagmeister, Karl Gasta (BV-Stv. Donaustadt), Heinrich Kugler (Vorstand Wien 3420)
© Wien 3420 aspern Development AG/APA-Fotoservice/Tesarek

Als Inspiration diente die Seestadt selbst – die Komposition aus Mustern und Texten stellt das Element Wasser in den Mittelpunkt. Mit diesem neuesten Kooperationsprojekt der Wien 3420 aspern Development AG und KÖR Kunst im öffentlichen Raum Wien hat die Street-Art in aspern Seestadt nun fast die 1.000 m²-Marke erreicht.

„Als wir eingeladen wurden, eine Wand in aspern See­stadt zu gestalten, wollten wir etwas mit einem Bezug zu Wasser – physisch und metaphorisch – machen. Unser Ziel war, eine graue Mauer in ein Werk zu verwandeln, das man auf verschiedenen Ebenen genießen kann. Man kann das Wandbild über Farbe und Form wahrnehmen. Wer die ganze Länge abgeht, hat auch einen Zugang über die Sprache“, beschreibt der international gefragte Grafiker und Typographie-Experte Sagmeister das von ihm entworfene Kunstwerk im Seepark.
 
Die Umsetzung erfolgte in lokaler wie transkontinentaler Teamarbeit: Die Street Art-Künstler vom Designstudio B-98 malten nach exakten Vorgaben Sagmeisters, übertrugen seine Form- und Farbkompositionen auf die Wand im Seepark, erklärten das Kunstwerk den interessierten ParkbesucherInnen, und luden Engagierte auch zum Mitmalen ein. Dabei wurde auf besonders verträgliche, biologisch abbaubare Farben ebenso Wert gelegt, wie auf die laufende Abstimmung via Skype und Whatsapp mit Stefan Sagmeister, der auch bei vergänglicher Schönheit im öffentlichen Raum in punkto Designqualität keine Abstriche machte. 
 
Das freut wiederum die Entwickler der Seestadt: „Die BEAUTIFICATION war für uns schon ab dem Beginn ihrer Entstehung ein unglaublicher Gewinn, weil sie sich nicht nur sofort als Bildmotiv und Selfie-Hotspot etablierte, sondern auch zur Auseinandersetzung mit Kunst und dem Ort anregt“, zeigt sich Wien 3420-Vorstand Heinrich Kugler anlässlich der offiziellen Eröffnung begeistert. Hinzu komme, dass die Gestaltung der Wand – per se eine Barriere – eine neue Qualität verleihe: „Die BEAUTIFICATION spricht die Menschen an, schafft Nähe und lädt zum Verweilen ein.“
 
Die Wand entlang der Janis-Joplin-Promenade wurde nicht ohne Grund als Träger für diese großflächige Intervention ausgewählt. Sie liegt bewusst im Schnittpunkt typischer Seestadt-Sphären: jene des Parks als Treffpunkt und Ort für Erholung, Sport und Spiel einerseits, andererseits die attraktiven Wohngebäude, welche die schon bekannte Skyline des neuen Stadtteils prägen, und schließlich die Sphäre des gerade rasant wachsenden Seeparkquartiers, des neuen Business-Hotspots der Seestadt.
 
Kunst und Kultur zählen weltweit neben Grünräumen, Einkaufs- und Freizeit­möglichkeiten und dem Bildungsan­gebot einer Stadt zu den wichtigen sogenannten ‚weichen Standortfakto­ren‘. „Öffent­liche Räume, die künstlerisch gestaltet werden, helfen mit, die Identität eines Ortes zu formen“, weiß KÖR-Geschäfts­führerin Martina Taig. Durch Selfies mit dem Kunstwerk, die in sozialen Netzwerken gepostet werden, werden diese kleinen – oder auch größeren – neuen Wahrzeichen in die Welt hin­ausgetragen. Diese seien für den Standort auch aus wirtschaftlicher Sicht bedeutsam, betont Martina Taig: „Bei Standortentscheidungen wird heute auch gefragt: Was kann ich meinen MitarbeiterInnen und KundInnen vor Ort bieten? Hat die Gegend ein gutes Image, und kann ich daraus einen Mehrwert für mein Business generieren?“  
 

Die Seestadt + die Kunst im öffentlichen Raum


Die Seestadt war von Beginn an ein Ort der Kunst und Kultur. Gemeinsam mit KÖR wurden etwa die von Reinhold Zisser gegründete und kuratierte notgalerie nahe der U-Bahn-Station Aspern Nord oder die Ornamentale Baumallee von Gilbert Bretterbauer, die den Bauzaun im Seeparkquartier zu einem bunten Band durch die Seestadt machte, umgesetzt. Für Sichtbarkeit der Seestadt im öffentlichen Raum sorgte 2014 auch die Koproduktion ‚Rohbau der Zukunft‘.
 
Nach der Fertigstel­lung von BEAUTIFICATION sind bereits weitere KÖR-Projekte in der Seestadt geplant: COME ALONG, eine temporäre Klanginstallation vor der U2-Station Aspern Nord, und 2020 ZUKUNFT EINER VISION, die permanente Vorplatzgestaltung bei der U2-Station Seestadt von Krüger & Pardeller.
 
Zum Making-of der BEAUTIFICATION, das sich über mehrere Wochen im Sommer 2019 erstreckte, wurde ein Video produziert: bit.ly/BEAUTIFICATION

 

Mehr Fotos von der Veranstaltung:

www.apa-fotoservice.at/galerie/20827
© Wien 3420 aspern Development AG/APA-Fotoservice/Tesarek

Bilder zum Artikel

v.l.n.r. Martina Taig (GF KÖR), Künstler Stefan Sagmeister, Karl Gasta (BV-Stv. Donaustadt), Heinrich Kugler (Vorstand Wien 3420)
© Wien 3420 aspern Development AG/APA-Fotoservice/Tesarek
Eröffnung von BEAUTIFICATION mit Stefan Sagmeister
© Wien 3420 aspern Development AG/APA-Fotoservice/Tesarek
© Wien 3420 aspern Development AG/APA-Fotoservice/Tesarek
v.l.n.r. Street Art-Künstler Knarf (Designstudio B-98), Stefan Sagmeister, Martina Taig (GF KÖR Kunst im öffentlichen Raum), Heinrich Kugler (Vorstand Wien 3420) in aspern Die Seestadt Wiens
© Wien 3420 aspern Development AG/APA-Fotoservice/Tesarek

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