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Veröffentlicht am 15.10.2012

leben | Nachbarschaft

1. Forschungsbericht aus dem Mikrohaus

Die ersten Nächte

Der Herbst ist da, der Chinaschilf auf dem Feld färbt sich orange, die begrünten Wände wandeln ihre Gestalt - rot färben sich Gera...
Die ersten Nächte Der Herbst ist da, der Chinaschilf auf dem Feld färbt sich orange, die begrünten Wände wandeln ihre Gestalt - rot färben sich Geranium und die Erdbeere. Die ersten Nächte habe ich nun in diesem Mikrohaus auf der ehemaligen Rollbahn des Flugfeldes Aspern verbracht, welches sich langsam in „Die Seestadt“ verwandelt. Es ist 16:30 und noch eine gute halbe Stunde werden die Bagger um mich herum brummen. Um 18:00 macht dann der Infopoint dicht danach bin ich hier draußen allein, bis auf die Security, die ab und zu ihre Runden dreht, die Stechuhr befindet sich gleich neben meinem Haus, wir grüßen uns täglich. In der Weite sehe ich durch die große Panoramascheibe einen Baum auf dem sich die Raben sammeln. Es ist heute stürmisch, graue Wolkenstreifen bis zum Horizont, der hier in der Weite noch durch fast nichts begrenzt wird. Ich bin gespannt, wie es mir in den nächsten 6 Monaten mit dem Probewohnen gehen wird. Im Moment verspüre ich eine große Zufriedenheit und denke mir, dass ich hier genau am richtigen Ort bin. Es ist ein Ort der sich in den nächsten Jahren stark verändern wird. Was wird wohl genau einmal hier sein wo ich jetzt sitze – ein Stück Straße – ein Garten – eine Bäckerei? Hier ist viel Raum für Fantasie und Kreativität, ich wünsche Euch eine gute Zeit und verabschiede mich bis zu meinem nächsten Eintrag. (Textbeitrag: Florian Kloidt) --- Die Einträge geben die subjektive Erfahrung und Meinung des Erzählers wieder und entstehen im Rahmen eines PROGREENcity Forschungsprojektes in aspern Seestadt.
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