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Kinder spielen in einem Sportkäfig Fußball.
30
Sep

Fußball für Kids in der Seestadt!

Beim Fußballtraining stehen Freude und Spaß im Vordergrund. Gemeinsam mit FreundInnen Fußball spielen und sich dabei verbessern. Ausgebildete, erfahrene und sozial kompetente TrainerInnen leiten das Training und vermitteln Grundlagentechniken des Fußballs, wo natürlich das Spiel mit dem Ball an sich nicht zu kurz kommen soll.  Außerdem werden Schwerpunkte zu Technik, Koordination, Schnelligkeit und Torschuss gesetzt.
  • Wo? Campus Seestadt Liselotte-Hansen-Schmidt und Campus Seestadt Aspern
  • Wann? Montags, dienstags, donnerstags und freitags
  • Montags - Bildungscampus "Liselotte Hansen-Schmidt"
    16:30-17:30 für Kindergartenkinder
    17:30-18:30 für 1.& 2. Klasse VS
    18:30-19:30 für 3.& 4. Klasse VS
  • Dienstags - Campus Seestadt Aspern - Hannah Arendt Platz 8
    17:30-18:30 für 1.&2. Klasse VS
    18:30-19:30 für 3.&4. Klasse VS
  • Donnerstags - Campus Seestadt Aspern - Hannah Arendt Platz 8
    16:30-17:30 für 1.-4.Klasse VS (unter der Leitung von Volksschulpädagogin Jennifer Payrich-Neiber)
    17:30-18:30 für 1.&2. Klasse VS (Leistungskurs)
    18:30-19:30 für 3.&4. Klasse VS (Leistungskurs)
  • Freitags - Bildungscampus "Liselotte Hansen-Schmidt"
    16:30-17:30 für Kindergartenkinder
    17:30 - 18:30 AHS/NMS (Bildungscampus "Liselotte Hansen-Schmidt")
  • Kosten? Kostenpunkt für ein Semester sind 129 €. Mit Sportbonus für Neukunden bis zum 10.Oktober 2022 statt 129€ nur 39€.

Weitere ausführliche Informationen kann man der Webseite footballschool.at entnehmen.
 

Alle Termine und den Anmeldelink sind hier zu finden: https://footballschoolbookingapp.azurewebsites.net/
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8 Menschen sitzen in einem Kreis und unterhalten sich.
29
Sep

Dialogveranstaltung: „Wie lebt es sich in der Seestadt?“

Vielleicht haben Sie es ja schon mitbekommen – aktuell ist im IBA-Infopoint im Forum Am Seebogen ein kleiner Ausstellungsbeitrag des Stadtteilmanagements zu sehen, der sich rund um das Thema „Seestädter*innen am Wort“ dreht. Die Inhalte der Ausstellung wurden aus einer Umfrage gewonnen, zu der wir Seestädter*innen eingeladen haben.

Dialog und Austausch

In einem nächsten Schritt laden wir Sie nun herzlich zu unserer Dialogveranstaltung am 13. Oktober von 18-20 Uhr im Forum am Seebogen ein. Gemeinsam mit Ihnen wollen wir einen Rahmen für anregende und spannende Gespräche zwischen Seestadt-Bewohner*innen und Personen von außerhalb der Seestadt schaffen.

Im Mittelpunkt stehen die Fragen:

  • Was macht das Leben in der Seestadt aus?
  • Inwieweit stimmen Erwartungshaltung und Realität überein?
 
Seestadtbewohner*innen teilen ihr Wissen und ihre Erfahrungen zu den Themen: Neues soziales Wohnen (Fokus Baugruppen und ältere Menschen), Familienfreundlichkeit und Mobilität, Arbeiten und Leben in der Seestadt und Initiativen in der Seestadt. 
 
Gemeinsam wollen wir Einblicke, Erkenntnisse und Erwartung an/über die Seestadt sammeln und dadurch das Verständnis und den Austausch fördern. Kommen Sie vorbei und besuchen Sie gerne unsere Ausstellung im IBA-Infopoint!
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Logo von Juno
29
Sep

Alleinerziehenden Get-Together in der Seestadt

Kostenloses Informations- und Beratungsangebot für Alleinerziehende, Kinder und Interessierte
 
JUNO - Zentrum für Getrennt- und Alleinerziehende lädt zum Alleinerziehenden Get-Together in der Seestadt am 8.10.2022 ein. 
Ein ausgelasteter Alltag von Getrennt- oder Alleinerziehenden lässt oft nicht genug Zeit sich zu informieren oder einen Beratungstermin wahrzunehmen. Deshalb kommen wir   zu den Getrennt- oder Alleinerziehenden, diesmal in die Seestadt. Während des Get-Togethers ist ausreichend Zeit, dass sich Getrennt- oder Alleinerziehende und Interessierte bei uns informieren und beraten lassen. 
 
Veranstaltung am: 08. Oktober 2022
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Ein Auto von SHARE NOW vor der Seestadt-Kulisse.
29
Sep

Unternehmen des Monats: SHARE NOW

SHARE NOW ist europäischer Marktführer und Pionier des free-floating Carsharing und in 16 europäischen Metropolen mit rund 10.000 Fahrzeugen vertreten. In Wien bietet das Unternehmen seinen Service seit über zehn Jahren an. Wiener*innen können zwischen 700 Fahrzeugen der Marken BMW, Mini, Peugeot, Fiat und Citroën wählen, die ab 0,26 Euro pro Minute flexibel verfügbar sind. Wir haben bei Ella Gorke, der Ansprechpartnerin für Lokales Business in der Seestadt, genauer nachgefragt.

Was bieten Sie Ihren Kund*innen?

Ob drei Minuten, drei Stunden oder 30 Tage – in der Seestadt können Nutzer*innen ein SHARE NOW Fahrzeug bequem über die SHARE NOW App buchen. Ganz ohne Öffnungszeiten, Papierkram oder feste Mietstationen. Carsharing macht Autokauf und Leasing überflüssig. Es ist, als hätten unsere Kund*innen ein eigenes Auto – ohne ein eigenes Auto zu besitzen. SHARE NOW bietet gekennzeichnete Parkplätze an der WienMobil Station in der Maria-Tusch-Straße an. Zusätzlich können SHARE NOW Kund*innen die Miete innerhalb des Geschäftsgebiets auf öffentlichen Parkplätzen beenden.

Was ist das Besondere an Ihrem Angebot?

Wir bieten eine nachhaltige Lösung für urbane Mobilität und tragen als Teil des Mobilitätsangebots wesentlich zur Verkehrsentlastung in Städten bei. Denn jedes Carsharing-Auto ersetzt bis zu 20 Privatfahrzeuge im Stadtverkehr. Private Pkw stehen zudem bis zu 23 Stunden am Tag herum und blockieren wertvolle Flächen in der Stadt. SHARE NOW Fahrzeuge werden bis zu sechs Mal häufiger bewegt. 

Warum haben Sie die Seestadt als Standort ausgewählt?

Die aspern Seestadt ist vor allem eins: zukunftsweisend. Auch wir denken Städte und urbane Mobilität neu und haben bereits vor 14 Jahren ein neues Konzept für die Autonutzung ins Leben gerufen: Teilen statt Besitzen. Seither entwickeln wir unser Angebot kontinuierlich auf Basis von Mobilitätswünschen und innovativen Stadtentwicklungen weiter und erfinden geteilte Mobilität immer wieder neu.

Was würden Sie anderen Unternehmer*innen über die Seestadt erzählen?

Dynamisch, innovativ und vielfältig. Eine Gemeinschaft und ein Ort mit viel Freiraum, um neue Ideen voranzutreiben. Unternehmen in der Seestadt können schon heute von Carsharing profitieren und im Handumdrehen Teil von SHARE NOW for Business werden.
 

Kontaktdaten

Hier kostenlos registrieren & 5 € Startguthaben sichern
SHARE NOW Infos unter: share-now.com
Hotline: +43 12677111

SHARE NOW for Business

Business Infos unter: share-now-for-business
Lokale Business Ansprechpartnerin in der Seestadt
 
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Ansicht von Bauplatz H4 aus Richtung Sonnenallee
28
Sep

Samstagsarbeiten im Quartier "Am Seebogen" im 4. Quartal 2022

Im Quartier "Am Seebogen" werden im Quartal 04/2022 voraussichtlich folgende Samstagarbeiten durchgeführt:

Auf den Bauplätzen, welche kurz vor der Fertigstellung stehen, finden letzte Innenausbau- und Aufräumarbeiten statt.

Auf den weiteren Bauplätzen werden Innenausbau-, Verputz- und Brandschutzarbeiten, Verfliesungen im Innenbereich sowie der Einbau von Fenstern und Türen durchgeführt, es finden weiters Aufräumarbeiten, wie das Schlichten von Baumaterialien und Schaltafeln statt sowie diverse Vorbereitungs- und Sicherungsarbeiten, die für einen reibungslosen Bauablauf erforderlich sind.
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Kinder spielen am ersten Schultag vor dem Bildungscampus Seestadt
28
Sep

Tag der Offenen Tür für Schulneulinge

Fast jeder Elternteil steht einmal vor der schwierigen Entscheidung: Welche Schule ist die richtige für mein Kind? Eine Frage, die man sicherlich nicht auf die leichte Schultern nehmen sollte. Am 5. Oktober, dem Tag der Wiener Schulen, haben Sie deshalb die Gelegenheit, bei den Seestädter Bildungscampussen einen Blick hinter die Kulissen zu werden, beziehungsweise eine oder mehrere Schulen in Wien während der Unterrichtszeiten zu besuchen und so in den Schulalltag hineinzuschnuppern.

Wir haben für Sie einige Informationen zusammengefasst, damit der Schulstart nächstes Jahr gut und reibungslos gelingt.

Bildungscampus Liselotte Hansen-Schmidt

  • Tag der offenen Tür (Volksschule): 5. Oktober 2022, Anmeldung unter 01/4000 564 200 erforderlich
  • Tag der offenen Tür (Mittelschule): 21. Oktober 2022, Anmeldung under 01/4000 564 201 erforderlich
  • Weitere Informationen finden Sie hier.

Bildungscampus Seestadt

  • Tag der offenen Tür: 5. Oktober 2022, 8:30-11 Uhr
  • Informationsabend für Eltern von Kindern, die nächstes Jahr eingeschult werden: 21. November 2022, 18 Uhr
  • Die Schuleinschreibung findet von 16.-27. Jänner 2023 statt – eine Terminvereinbarung ist ab dem 12.12.2022 möglich.
  • Weitere Informationen finden Sie hier.

BG-BRG-Seestadt

  • Tag der offenen Tür: 20. Oktober 2022, 9-13 Uhr
  • Weitere Informationen finden Sie hier.
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Ein Plakat mit den Infos zu der Veranstaltung
26
Sep

Kinder- Flohmarkt

Hast Du schöne Sachen, die andere Kinder verwenden können? Komm, verkaufe oder tausche sie!


Kinder aus der Seestadt und der Umgebung können bei diesem Flohmarkt Spielzeug, Kleidung, Sportgeräte, usw. tauschen, verkaufen oder verschenken.

  • Wann? am 28. 9., um 15 bis 18 Uhr
  • Wo? im Hannah- Arendt- Park
     
Melde Dich einfach im Stadtteilmanagement zu den Öffnungszeiten an und du erhälst ein Infoblatt mit den detailierten Infos!




*Das Projekt ist gefördert von dem Ich.Du.Wir.Seestadt Nachbarschaftsbudget
 

Veranstaltung am: 28. September 2022
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Ein Plakat mit Informationen zur Straßenordnung im Quartier am Seebogen.
23
Sep

Straßenordnung im "Quartier am Seebogen"

In den vergangenen Monaten kam es häufig zu Fragen und Unklarheiten rund um die Straßen im Quartier "Am Seebogen". Nachdem nun aber emsig markiert und ausgeschildert wurde, sollten diese Fragen endlich der Vergangenheit angehören. Denn jetzt gilt sie: die finale Straßenordnung im Quartier „Am Seebogen“!

Informationen zur Straßenordnung

Die Mobilitätsberatung Seestadt hat eine Informationen kompakt für Sie zusammengefasst, wie:
  • Was in Begegnungs- und Fußgänger*innenzonen erlaubt? 
  • Wie verhält man sich in Fahrrad- und Wohnstraßen richtig? 
  • Und wo kann man legal halten oder parken? 

Hier können Sie das Infoblatt von der Mobilitätsberatung herunterladen.
 
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Ein Tisch auf dem das Nachbar*innenbuch des Stadtteilmanagements zu sehen ist und eine Bastelbox.
23
Sep

Nachbar*innenbuch bei Ausstellung in der Seestadt

Im Forum Am Seebogen hat die IBA_Wien  ihren Infopoint – das Stadtteilmanagement ist mit dabei.
 
Vor einigen Wochen haben wir Bewohner*innen der Seestadt dazu aufgerufen, unser Nachbar*innenbuch mitzugestalten. Die Idee hinter dem Nachbar*innenbuch ist, Besucher*innen der Seestadt und neugierigen Personen, einen Einblick in die Nachbarschaft zu ermöglichen.

Dafür haben wir vier Sätze formuliert, die Bewohner*innen vervollständigt haben:
  • So lebe ich / leben wir in der Seestadt...
  • So würde ich / würden wir das nachbarschaftliche Leben in der Seestadt beschreiben...
  • Das mag ich / mögen wir an der Seestadt...
  • Das hat mich / hat uns hier überrascht...
… und zwar auf jeweils einer Seite des Nachbar*innenbuchs.
 
Es wurde geschrieben, aber auch gezeichnet. Ohne zu viel verraten zu wollen: Das Nachbar*innenbuch ist bunt − bunt wie die Bewohner*innenschaft der Seestadt. Ein Dank an all jene, die mitgemacht haben!

Gelegenheit nutzen

Das Nachbar*innenbuch liegt nun in der IBA_Wien-Ausstellung im Forum am Seebogen auf und ist noch bis zum 18. November zu besichtigen. Nutzen Sie die Gelegenheit!
 
Vor Ort können Sie nicht nur in das Nachbar*innenbuch reinlesen, sondern auch einen weiteren Ausstellungsbeitrag sehen, den das Stadtteilmanagement mit Hilfe vieler Seestädter*innen realisieren konnte.
 
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Der Seestädter Lehmofen in Betrieb
20
Sep

Gemeinschafts Lehmofen in der Seestadt

Zum Sommerausklang wurde der Lehmofen im Madame-d’Ora- Park eingeweiht. Dieser wurde vom Verein Selbermacherei (SELMA) gebaut. Nachdem es für viele Beteiligte das erste Projekt dieser Art war, musste viel ausprobiert und gelernt werden. Das Ergebnis lässt sich aber sehen und vor allem auch schmecken, wenn man die frische Pizza aus dem Ofen genießt.

Die Selbermacherei ist ein Verein zur Förderung des gemeinsamen Handwerkens, Reparierens, Backens und skulpturalen Arbeitens! Sie verstehen sich als Holzwerkstätte, Maker Space, Platz zum Basteln, Backstube und mehr. Sie veranstalten Workshops und lernen immer gerne dazu. Die Vereinsmitglieder verleihen übrigens auch Werkzeug und haben vielleicht gerade die Schraube oder das Gerät, das du gerade benötigst.

  • Falls du Interesse an den bestehenden oder neuen Projekten der SELMA’s hast, tritt einfach ihrer Telegram Gruppe bei: https://t.me/+RHngBgpM2VcLm2fZ


 
*Das Projekt ist gefördert von dem Ich.Du.Wir.Seestadt Nachbarschaftsbudget

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16
Sep

Die Stadt im Austausch

Diesen und weitere spannende Artikel lesen Sie online in der aktuellen Ausgabe des Magazins workflow.

Die Stadt von morgen kommuniziert und wächst mit ihren Bewohnern. Davon ist Stadtforscherin Cornelia Dlabaja überzeugt und erklärt auf einem Spaziergang durch die Seestadt, wie und warum genau das hier so gut funktioniert.

Von Sandra Rainer

Wo die Linie U2 endet, hört auch die Anonymität der Großstadt auf: Hier, in der Seestadt kennt und grüßt man sich und kann dem Lärm des Großstadtdschungels für kurze Zeit entfliehen. Und dennoch wurde in diesem Stadtteil aus vollen Händen Urbanität gesät und fleißig gegossen: Hoch gewachsen stehen die modernen Wohnanlagen im Wiener Norden, dazwischen aber viel Platz für Stadtentwicklung und frühsommerliche Spaziergänge. „Wissen Sie was?“, setzt Stadtforscherin Cornelia Dlabaja an: „Bei meinem ersten Besuch hier in der Seestadt im Jahr 2014, waren ringsum nur Felder zu sehen.“ Heute, nur wenige Jahre später, findet man hier gemütliche Restaurants und Modeboutiquen, genauso wie eine Keramikwerkstatt oder einen Hundesalon. Für die Wissenschaftlerin der beste Beweis dafür, wie sich die Seestadt weiterentwickelt. Dlabaja ist studierte Soziologin und Kulturwissenschaftlerin mit den Schwerpunkten Wohnbau- und Stadtforschung, soziale Ungleichheit, Migration, Protestforschung und Stadtentwicklung. Zum Studieren zog es die Wienerin nach Paris, Darmstadt und wieder zurück nach Wien, und auch in die Seestadt: „Im Zuge meiner Forschungsarbeit habe ich phasenweise in der Seestadt gelebt. Insgesamt waren es fünf Monate.“ Warum? „Um Alltag und Innenperspektiven des Stadtteils zu erforschen.“

Von Anfang an dabei. Seit dem Jahr 2008, als Cornelia den Masterplan der Seestadt das erste Mal selbst in den Händen hielt, hat die Forscherin sichtlich einen Narren an diesem Stadtteil gefressen. „Ich wollte wissen, wie dieser Masterplan umgesetzt wird, wie ein neuer Stadtteil aus dem Boden wächst und sich die gegenwärtige Stadtentwicklung vollzieht. Und ich wollte erforschen, wer hier wohnen wird und wie es sich in der Seestadt tatsächlich lebt.“ Gesagt, getan. Dlabaja übernahm die operative Leitung des Besiedelungsmonitorings Seestadt aspern und begleitet gemeinsam mit ihrem Team seit 2015 erstmals für die Stadt Wien wissenschaftlich den Besiedelungsprozess eines neuen Stadtgebiets. Doch was ist es nun, dass das Leben in der Seestadt so attraktiv macht? „Einerseits die Chance, in einen neuen Stadtteil zu ziehen“, so Dlabaja, „andererseits ist es der Wunsch, im Grünen und vor allem mit Blick aufs Grüne zu wohnen.“ Mehr Natur in Kombination mit Urbanität haben sich die Menschen mit Blick auf die Renderings, also den Werbebildern der Stadtentwicklung, versprochen. „Was man damals aber nicht beachtet hat“, wirft die Stadtforscherin ein, „war die Tatsache, dass die Seestadt zu Beginn natürlich noch nicht fertig war und die ersten Bewohner eingezogen sind, während die Baustelle in vollem Gang war.“ Hippe Cafés oder tolle Shops? Gab es damals natürlich noch nicht. Die Folge: Die Erwartungen an eine grüne, urbane Oase wurden nicht sofort erfüllt. Die Kritik an der Seestadt flammte langsam auf. Menschen vergessen oftmals den Faktor Zeit, der bei der Stadtentwicklung eine ganz wesentliche Rolle spielt, hebt Dlabaja hervor: „Dieser Stadtteil ist nach wie vor im Werden!“ Stadtplanung sei vergleichbar mit frisch gesätem Gras. „Dieses braucht nun einmal Zeit zum Wachsen, so wie die Stadt selbst und die Nachbarschaft eben auch“, erklärt sie, während wir am Hannah-Arendt-Platz vorbeikommen. Die Soziologin zeigt auf die gegenüberliegenden Restaurants: „Man muss diesem Projekt einfach Zeit geben.“ Bis 2017 wurde kritisiert, dass es zu wenig gastronomisches Angebot gäbe. Heute laden hier hübsche Restaurants wie das Portobello oder das See22 nebenan zum Verweilen ein. 

Vorausschauendes Denken. Aber, verrät die Expertin, es gebe schon eine Besonderheit, die bereits von Anfang an da war – und zwar die gemanagte Einkaufsstraße. „Die Bewohner waren von Anfang an mit den Dingen des Alltags versorgt. Es gab einen MiniSupermarkt, der sich jetzt zur beliebten Bäckerei Leo gemausert hat. Aber auch die Bank und weitere Shops, bei denen man schon immer Dinge für den täglichen Bedarf gefunden hat.“ Es ist dieses vorrausschauende Denken und Planen, das man laut Dlabaja bei der Stadtentwicklung jedenfalls über das Erreichen von Umsatzzielen stellen sollte. „So etwas, für die damals nur rund 500 Menschen mit Aussicht auf wenig Umsatz, aufzubauen, ist nicht einfach, aber dennoch notwendig, um weitere Bewohner und auch Unternehmen anzulocken.“ Für Dlabaja ist die Seestadt ein Stadtteil, der sich immer weiterentwickelt und auch von seinen Bewohnern und Nutzern lernt. Denn sie sind es schlussendlich, die den Stadtteil mitgestalten. „Es gibt Bewohner, die hier wirklich jahrelang gemeinsam mit Planern in Baugruppen mitgearbeitet haben“, berichtet sie. Ganz oben auf der To-do-Liste: Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Das sticht beim Schlendern durch die einzelnen Wohnhäuser sofort ins Auge. An jeder Ecke sprießt und gedeiht es und „hoch oben auf dem Dach einiger Gebäude findet man Gemeinschafts-Hochbeete“, erklärt Dlabaja, während sie auf die oberste Etage eines Hauses zeigt. Sieht man sich in der Nachbarschaft um, so könnte man fast meinen, einen Hauch von Dorfromantik zu spüren. Kinder, die in ihrer Sandkiste spielen, freilaufende Katzen, und ältere Damen, die im Gemeinschaftsgarten hinterm Haus fröhlich vor sich hin garteln. Stichwort: Garten – unsere nächste Station. „Der Seestadtgarten ist tatsächlich schon vor der Besiedelung des Stadtteils entstanden.“ Dort wird seit 2011 ökologisch gegärtnert und für biologische Vielfalt im urbanen Stadtteil gesorgt. Aufgrund der Baustellentätigkeiten musste der Garten 2014 in den Südwesten siedeln. „Noch etwas, das die Seestadt von heute und auch morgen ausmacht: ihre wandernde Infrastruktur“, erklärt Dlabaja. 

Einmal hier, einmal dort. Denn „typisch für diesen Stadtteil ist, dass viele Geschäfte zuerst als kleine Pop-up-Stores in Erscheinung treten, ehe sie sich zu größeren Unternehmungen weiterentwickeln“, erklärt die Forscherin als wir von der Ferne die zuvor schon erwähnte Bäckerei Leo entdecken. Ein Vorzeigebeispiel, wie wandernde Infrastruktur funktioniert. „Zuerst als Mini-Store konzipiert, ist sie nun einer der Treffpunkte für die Seestädter.“ Oder auch „das Studentenwohnheim, das als temporäre Lösung für eine bestimmte Fläche gedacht war“. Werden diese Flächen anderwärtig benötigt, so werden die dort platzierten Einrichtungen an einen anderen Standort übersiedelt. So bleiben, laut der Stadtforscherin, sogenannte Möglichkeitsräume erhalten, die je nach Bedarf unterschiedlich genutzt werden können. Eine vielversprechende Herangehensweise, die, so Dlabaja, ein Vorbild für zukünftige Stadtentwicklungsprojekte sein wird. Die vor allem auch neuen Unternehmen die Chance geben soll, sich hier ein Business aufzubauen. 

Nächster Halt: Unternehmen. Wir sprechen gerade über die wirtschaftliche Entwicklung der Seestadt, als wir am Buchladen Seeseiten vorbeikommen. „Ein Paradebeispiel für den Unternehmergeist der Seestadt“, schwärmt die Expertin und schweift kurz in die Vergangenheit ab, denn diese Buchhandlung ist schon von Beginn an Teil der Seestadt“. Einst noch für ihren Mut belächelt, entwickelte sich der auf den ersten Blick unscheinbare Laden zur wohl medial wirksamsten Einrichtung der Seestadt – viel wurde und wird darüber berichtet. Schließlich werden regelmäßig Lesungen veranstaltet und auch prominente Autoren präsentieren hier gern ihre Werke. „Es sind genau diese kleinen Unternehmen, die so wichtig sind – für die Nachbarschaft und das soziale Gefüge.“ Pioniere der Seestadt nennt Dlabaja diese Unternehmen. „Sie machen anderen Mut, sich ebenfalls hier anzusiedeln.“ Aber: Wie konnten sie so erfolgreich werden? „Weil sie ständig mit der Stadt und den Bewohnern mitwachsen.“ Da wären wir also wieder – bei der lernenden Stadt. Unser Spaziergang endet, wo dieses Lernen und Wachsen offensichtlich wird – direkt am See. Selbst die Seestadt-Expertin Cornelia Dlabaja wird bei ihren Spaziergängen an dieser Stelle immer wieder aufs Neue überrascht: „Seht ihr die Häuser auf der anderen Seite des Ufers? Noch nicht allzu lange her, war hier nichts außer Felder.“ So entwickelt sich die Seestadt also ständig weiter. So lange, bis vielleicht auch sie ausgelernt hat? Ob das jemals der Fall sein wird, kann uns selbst Cornelia Dlabaja nicht verraten. Aber die Stadt wird es uns wohl noch lehren.


Expertin Cornelia Dlabaja ist an der Universität Wien am Institut für Europäische Ethnologie als wissenschaftliche Mitarbeiterin tätig, wo sie auch ihre Dissertation über aspern Seestadt als Stadtteil im Werden verfasste, für die sie 2021 mit dem Theodor Körner Preis ausgezeichnet wurde. Zudem ist sie seit 2015 als operative Leitung eines Forscherteams des Instituts für Soziologie und der FH Campus Wien tätig, das im Rahmen des Besiedelungsmonitorings Wohnen und Wohnerleben in der Seestadt erforscht.
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Ausstellungsplakat an der Außenseite des IBA_Infopoints.
15
Sep

Stimmen von Seestädter*innen

Für die Ausstellung im Forum Am Seebogen (IBA_Infopoint), in welcher die IBA_Wien über IBA-Projekte im Norden der Seestadt informiert, hat das Stadtteilmanagement einen Beitrag gestaltet. Ein Besuch zahlt sich auf jeden Fall aus!
 
Viele Menschen sind an der Seestadt interessiert. Neben den Konzepten, die hinter der Seestadt stecken, sowie all den besonderen Projekten, gilt das Interesse oftmals der Frage: Wie lebt es sich in der Seestadt? Gleichzeitig gibt es viele Vorstellungen zur Seestadt – manche entsprechen dem Alltag und der Realität im Stadtteil, andere wiederum eher weniger.

Wir haben nachgefragt

Vor diesem Hintergrund haben wir als Stadtteilmanagement eine Umfrage gestartet und Bewohner*innen unter anderem gefragt 
  • was das Leben in der Seestadt ausmacht
  • was sie sich selbst vom Stadtteil und dem Leben hier erwartet haben und auch 
  • wie Menschen reagieren, wenn sie „die Seestadt“ hören.

Alle Rückmeldungen haben wir aufbereitet. Sie sind ab sofort in der Ausstellung beim IBA_Infopoint zu begutachten – übrigens nicht nur von außen. Während der Öffnungszeiten des IBA_Infopoints, kann der Beitrag auch von innen angesehen werden und es wartet sogar eine Möglichkeit auf Sie, selbst noch einen Beitrag zu leisten. Schauen Sie vorbei!
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