Die Seestadt - ein magischer Platz. Eine Reportage.

Kategorien: .meine Kultur, .meine Seestadt
Postet am: 28.06.2017
von Stadtteilmanagement Seestadt aspern
Das Stadtteilmanagement hat eine besondere Zusendung bekommen. Die Schülerin Nahal Golestanifard hat im Rahmen des Medienfachs Print an der AHS Haizingergasse eine Reportage über ihre Seestadt geschrieben. Diese sehr gelungene Arbeit wollen wir natürlich niemanden vorenthalten. Reportage mit freundlicher Genehmigung von Nahal Golestanifard: Ich glaube jeder Mensch hat diesen einen besondren Ort, an dem er  sich wohl fühlt. Einen Ort, der einem das Gefühl von Zuhause vermittelt. Einen magischen Platz an dem man das Gefühl hat, dass sich alles nach einem stressigen Tag mit dem Universum im Einklang befindet. Und für viele Bewohner und Bewohnerinnen Wiens, inklusive meiner Wenigkeit, ist dieser Ort die Seestadt. Die Seestadt Aspern ist eines der größten Stadtentwicklungsprojekte Europas der 2010er Jahre. Sie befindet sich im 22. Wiener Gemeindebezirk, Donaustadt. Doch da sich die Seestadt, oder wie ich sie nenne, mein magischer Ort, außerhalb des Stadtzentrums befindet, ist den meisten gar nicht bewusst, welche unglaublichen Perspektiven sie dort erwarten. Ein Beispiel: Sie sitzen in der U2 Richtung Seestadt, die U-bahn Lautsprecher melden: “Seestadt, Wir sind am Ziel. Bitte steigen sie aus, auf Wiedersehen!“. Sie sehen aus dem Fenster und da ist er, der See. Die Sonnenstrahlen glitzern auf der Wasseroberfläche, die blau-türkis leuchtet. Wenn Sie die U-bahn Station schließlich verlassen und den Pfad Richtung See einschlagen, schlägt Ihnen der Wind ins Gesicht und das Gefühl vom Fliegen überwältigt einen. Außerdem gibt es auf der rechten Seite  des Sees einen Hügel, von dem man glaubt, man könne die ganze Umgebung auf einmal betrachten, in ihrer vollen Größe. Ich habe einen Bewohner der Seestadt über seine Erfahrungen und Erlebnisse befragt. Herr Prof. M. Baumgartner, der an einem Bundesrealgymnasium im 18.Bezirk Geschichte und Medienanalyse unterrichtet, zog Juli 2015 in eine der ersten Wohnungen.
Mir gefällt es in der Seestadt sehr gut. Meine Familie und ich haben eine große Wohnung, die genau unserer Vorstellung entspricht. Ein großer Vorteil ist, dass es viele Grünräume gibt, aber auch Zonen, wo keine Autos fahren dürfen. Die Kinder haben viel Raum um spielen und sich austoben zu können.“
In einigen Wohnanlagen gibt es Swimming-Pools, die im Sommer die Lebensqualität wahnsinnig steigern.
Zu meinen besonderen Orten gehören meine Terrasse, der Hannah-Arendt-Patz vor der Schule, die mein kleiner Sohn besucht, die Spielplätze und natürlich der Pool“ so M. Baumgartner.  “Das Besondere an der Seestadt ist, dass sie nicht ein so genanntes Wohnghetto, sondern eine geplante Stadt ist, wo soviel positive Energie herrscht, weil es eben Menschen gibt, die ihre Ideen tatsächlich verwirklichen.“
In der Seestadt fehlt eigentlich nicht viel. Es gibt ein Ärztezentrum mit etlichen verschiedenen Ärzten und Spezialisten, es gibt Studentenwohnheime, Kindergärten und Schulen, kleine Cafés und Restaurants, eine Drogerie und sowie eine Apotheke. Das alles, sowie mehrere Dienstleistungseinrichtungen (WienWork), Fachgeschäfte,  eine Buchhandlung, sowie ein  Spar lassen die Menschen in der Seestadt nicht allein. Allerdings könnte ein weiterer Supermarkt nicht schaden! Die Seestadt war ebenfalls in den Medien ein prominentes Thema.
Die Medienberichte sind meiner Meinung nach sehr auffällig gewesen. Es gab anfangs ausschließlich nur positive Berichte, bis zu den Gemeinderatswahlen, wo viele die blaue Partei gewählt haben. Ab dann, hatte ich den Eindruck, als würden die positiven Berichte kippen und die Seestadt von nun an häufiger kritisch und negativ dargestellt werden.
Medienberichte hin oder her, die Seestadt ist ein Ort, an dem man sich wohl fühlt. Wenn man morgens auf seiner Terrasse steht, mit einer Tasse Kaffee in der Hand und die Sonne und die frische Luft den perfekten Beginn des Tags bilden, ist es ein besonderes Gefühl. Wenn man an einem Samstag Nachmittag spazieren geht, fühlt es sich so an, als würde diese positive Energie direkt in die Adern gepumpt werden. Ich persönlich liebe die Seestadt. Wenn ich nach Hause komme, habe ich wirklich das Gefühl Zuhause zu sein. Ich bin entspannter, weil ich eben etwas weiter weg von der turbulenten Innenstadt bin. Mir ist in meinem Unterbewusstsein klar, dass sich der Schulstress nicht direkt vor meiner Tür, sonder einige U-Bahn Stationen weiter weg befindet. Und wenn ich Abends auf dem Balkon sitze und die Sonne schon langsam dabei ist unterzugehen, huscht ein Lächeln über mein Gesicht, denn ich verspüre wahrhaftig das Gefühl von Zufriedenheit und Glück. Und dieses Gefühl wünsche jedem, egal wo sie wohnen. In den nächsten 20 Jahren sollen über 20.000 Menschen in der Seestadt leben und arbeiten. Ich hoffe, dass diese ebenfalls so empfinden und sich inspirieren lassen, denn
In der Seestadt gibt es immer etwas Neues; sie bleibt nie stehen“.

Reportage von Nahal Golestanifard.

Erschienen ist die Reportage in HaiZeit-Online, der Schülerzeitung des Gwiku-18 Haizingergasse.