Historie
Von der Urzeit zum Mittelalter
Wohngruben der Jungsteinzeit und Siedlungsspuren der Bronzezeit zeigen, dass der Raum um Aspern und Eßling eine lange Geschichte hat. Der Name Asparan ist zum ersten Mal 1258 belegt. Wirtschaftliche Schwerpunkte waren Ackerbau und Holzhandel sowie Schiffsmühlen. Seit dem Mittelalter bildete sich ein Netz von Dörfern heraus, das zusammen mit den Flurformen bis heute den Raum prägt.
Durch Napoleon weltberühmt
In der Schlacht von Aspern 1809 wurde Napoleon von den österreichischen Truppen unter Erzherzog Karl zum ersten Mal in seiner Laufbahn besiegt. Das 1858 errichtete Denkmal des „Löwen von Aspern“ erinnert an die Gefallenen.
Der alte Wiener Flughafen
Schon 1880 begannen hier die ersten Flugversuche. 1912 wurde der Wiener Flughafen errichtet, der zu den größten und modernsten in ganz Europa zählte und an den eine Flugschule sowie ein Luftfahrtmuseum angeschlossen war. An einem Betonfundament erkennt man noch heute den Zeppelin-Landeplatz, in beiden Weltkriegen war Aspern ein Luftwaffenstützpunkt.
Der Flugplatz nach 1945
Nach dem Abzug der roten Armee, die den Flugplatz zehn Jahre als Stützpunkt genutzt hatte, wurden die Anlagen noch einmal in Stand gesetzt und für unterschiedlichste zivile fliegerische Zwecke genutzt – so wurden etwa während des Ungarnaufstandes 1956 Sanitäts- und Erkundungsflüge durchgeführt. Mit dem fortschreitenden Ausbau von Schwechat wurde der Flughafen 1977 geschlossen. Danach dienten die Pisten noch dem Flugsport, der Pilotenausbildung sowie Autorennen.
Erstes Stadtentwicklungsprojekt 1992
Im Zuge des starken Bevölkerungswachstums nach der Ostöffnung 1989 wurde des Flugfeld in einem städtebaulichen Verfahren für 10.000 Bewohner und 6.000 Arbeitsplätze konzipiert, aus dem Architekt Rüdiger Lainer als Sieger hervorging. Die EU-Erweiterung nach Osten, ein neuerlicher Wachstumsschub Wiens sowie die Entscheidungen für den Ausbau von U-Bahn und Autobahn zum Flugfeld schufen seither neue Rahmenbedingungen für einen wesentlich dichteren und urbanen Stadtteil.
Ansiedlung von Gerneral Motors
1980 wurden das Flughafengebäude und der Kontrollturm abgebrochen. General Motors nahm 1982 in einem neu errichteten Werk seinen Betrieb auf. Derzeit arbeiten 2000 Beschäftigte im Dreischichtbetrieb in der Produktion von Motoren und Getrieben.